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Alltagspost für Dich

Liebe Alltagsfreundin, lieber Alltagsfreund,

Manchmal stelle ich mir Frau Corona vor. Wie sie so da sitzt und uns dabei zuschaut, durch das Schlamassel zu kommen, das sie angerichtet hat. Upps“, höre ich sie dann sagen. „Das wollte ich nicht!“ Tja, ist nun halt so. Doch wir wollen mal nicht so sein. Schließlich ist heute ihr Namenstag. (Ja, tatsächlich feiern wir am 14. Mai den Namenstag der Heiligen Corona.) Wünscht man da alles Gute und wenn ja, wem? Irrwitzigerweise ist die Heilige Corona die Patronin bei Seuchen und Krankheiten. Hoffen wir mal, dass sie das auch weiß.
Mittlerweile verbindet mich mit Frau Corona so eine Art Hassliebe. Liebe deshalb, weil sie mir gezeigt hat, was wirklich wichtig ist. Neue Klamotten, ständige Restaurantbesuche und Termine ohne Ende haben dabei sehr schlecht abgeschnitten. Unter den Gewinnern ist mein Garten (Bilde ich es mir ein oder blühen in diesem Jahr viel mehr Gänseblümchen als sonst?), mein Bücherregal (Bücher zweimal zu lesen, hat etwas) und Klein & Groß, die rund um die Uhr bei mir sind (auch wenn ich mir manchmal wünsche, das wäre auch mal wieder anders..).
Das mit dem Hass stimmt eigentlich gar nicht. Schließlich habe ich mir immer vorgenommen, nichts und niemanden zu hassen. Denn das klingt so nach Endgültigkeit und Verdammnis. Besser ist wohl Genervtheit. Ein Wort, das es eigentlich nicht gibt. Aber seit Corona gibt es einiges, von dem Mann und Frau dachte, das könne es nicht geben. Kunterbunte Mundschutzpflicht, erstaunlich lange Ausgangssperre, fast unmenschliche Besuchsverbote und so. Deshalb gibt es nun auch Genervtheit. Punkt. Was mich alles nervt? Nicht wirklich viel, aber manches schon. Zum Beispiel die Tatsache, dass Einkaufen keinen Spaß mehr macht. Seit Wochen gleicht es eher einem Hineinschlichten im Schnelldurchlauf. (Nein, ich hamstere nicht, sondern kaufe nur ganz normal für meine Raupenfamilie ein.) Echt schade, wo ich das mit dem Einkaufen doch eigentlich immer echt gern gemacht habe.









Upps!









 




 
Immer sind alle da











Ein neues Wort entsteht

 






 

Trostpflaster
für alle









 
 

 
Wie ist das bei dir so? Gewinnt die Liebe oder siegt die Genervtheit? Egal wie, willkommen im Club! Ich glaube, das ist das große Trostpflaster: Es geht allen ähnlich. Erstaunlich, welches Gefühl der Verbundenheit diese Erkenntnis mit sich bringt. (In Kenia gibt es sogar eine Corona-Frisur)  Diese Verbundenheit ist übrigens etwas ganz ganz tolles. Seit langem wurden nicht mehr so viele Briefe geschrieben, längst aufgeschobene Anrufe haben Menschen wieder zusammengebracht und die Zeit zum Reden mit den Nachbarn hat sich unendlich verdoppelt. Verbundenheit an allen Ecken und Enden. Tatsächlich fast wie eine Krone. Ohne Anfang und Ende und echt stark. An dieser Stelle gratuliere ich Frau Corona tatsächlich für ihren genialen Namen und nehme mir vor, meinem Alltag täglich eine Krone aufzusetzen. In Verbundenheit mit den Menschen um mich herum und im Herzen mit dir und allen anderen, die mir schon einmal begegnet sind und es hoffentlich ganz bald wieder tun.
Übrigens: Die Verbundenheit nach oben klappt zum Glück immer. Ich stelle mir vor, dass gerade jetzt der Himmel mit Bitten und Sorgen gestürmt wird. Ab und an auch mit etwas Genervtheit. Auch das darf sein. Soll der liebe Gott nur wissen, dass es ein neues Wort gibt in seiner schönen, weiten Welt. Und ja, er darf wissen, dass unser Alltag nicht immer ganz ohne ist. Immer aber voll und ganz mit ihm. Wenn das nicht jedem Tag von selbst die Krone aufsetzt!  
 
Übrigens: Die Verbundenheit nach oben klappt zum Glück immer. Ich stelle mir vor, dass gerade jetzt der Himmel mit Bitten und Sorgen gestürmt wird. Ab und an auch mit etwas Genervtheit. Auch das darf sein. Soll der liebe Gott nur wissen, dass es ein neues Wort gibt in seiner schönen, weiten Welt.
Und ja, er darf wissen, dass unser Alltag nicht immer ganz ohne ist. Immer aber voll und ganz mit ihm. Wenn das nicht jedem Tag von selbst die Krone aufsetzt!  
Deine

P.S.: Zeit für ein besonderes Geschenk? Meine Gänseblümchenkiste steht schon fast in den Startlöchern. Ob für dich selbst oder mit persönlichen Grüßen verpackt für beste Freunde. Übrigens auch etwas, was in den letzten Wochen entstanden ist. Danke, Corona.
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