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Alltagspost für Dich

Liebe Alltagsfreundin, lieber Alltagsfreund,

Meine kleine Tochter lernt gerade die Jahreszeiten. Vier sind es, haben wir herausgefunden und Rolf Zuckowski gibt mir in seinem Lied „Die Jahresuhr“ natürlich Recht. Wenn es aber nach einer Freundin aus dem Narrenland geht, dann gibt es fünf. Eine Tatsache übrigens, die sich auch nicht durch Corona aushebeln lässt. Denn wie habe ich gelernt: „Die Fasnacht ist keine Veranstaltung, die abgesagt werden kann. Wer die Fasnet absagt, versteht nicht, was Fasnet bedeutet.“ Ganz ehrlich: Verstanden habe ich das noch nie. Jetzt aber, kurz bevor Corona schon ein Jahr alt wird, würde ich mir wünschen, ich hätte auch ein paar Fasnachtsgene abbekommen. Dass dem tatsächlich nicht so ist, kannst du übrigens in meiner neuesten Kolumne im Ratgeber „Frau und Familie“ wortwörtlich nachlesen.
Warum ich mir dennoch eine fünfte Jahreszeit wünsche? Weil es grad gar nicht schaden kann, den ganzen Nachrichtenwust und Vorhersagendunst wegzulachen. Nur für den Moment, aber immerhin. Wer weiß, was uns mittendrin im Gelächter an neuen Ideen, Einsichten und Haltungen entgegenkommt. Manchmal, wirklich nur manchmal, kommt mir das Ganze nämlich tatsächlich wie ein großer Zirkus vor und ich frage mich: „Warum bin ich hier und wo bitte ist der Ausgang?! Zugabe? Nein, danke!“








Ab ins Narrenland

 


 

 




 
Ganz großer Zirkus



 






Wenn schon Zirkus, dann richtig










Manege frei für das Leben

Vielleicht geht es dir ja ähnlich und du suchst auch nach dem Ausgang aus diesem verrückten Zirkuszelt? Ganz ehrlich: So wie es aussieht, kann es noch etwas dauern, bis wir den finden. Was also tun?
Nun, ich habe mir gedacht: Wenn schon Zirkus, dann richtig. Und so wechsle ich momentan zwischen den verschiedensten Rollen in der Zirkusmanege. Mal bin ich eine (nicht immer) coole Löwendompteurin und versuche, die Geschwisterstänkereien zu bändigen. Ein anderes Mal stapfe ich als schief beladene Elefantenkuh durch die Manege meines Alltags und versuche, alles von A nach B und wieder zurück zu bringen. (Natürlich in größtmöglicher Eleganz) Ganz seltene Male fliege ich (leider nur gedanklich) als Akrobatin durch den Himmel des Zirkuszeltes und bestaune die Fülle, die mir mein Alltag eben doch bietet. Wieder einmal stolpere ich als tollpatschiger Clown über den Zirkusboden, und versuche wie Oleg Popow das Licht einzufangen, um es aufzuheben für die dunklen Tage. Die Tage nämlich, wo keiner klatscht (abgesehen vom Regen). Tage, die auf den ersten Blick absolut keine Daseinsberechtigung haben und mich an die Löwenjagd erinnern, die ich gerne mit meinen Kindern gespielt habe: „Man kommt nicht unten durch, man kann nicht außen rum, man muss einfach mitten durch.“ Alles klar, dann machen wir das eben so und gehen mitten durch die Manege dieses großen Zirkuszeltes. Nur eines bitte nicht vergessen, schließlich sind wir immer noch im Zirkus: Klatschen! Immer schön klatschen! Ob in die Hände, auf die Schulter, mit den Füßen,... Ganz egal wie, Hauptsache Applaus. Dafür, dass wieder ein Zirkustag geschafft ist. Dafür, dass trotz allem eine Menge Staunenswertes dabei ist. Dafür, dass unser Leben immer noch unser Leben ist und wir darin die Hauptrolle spielen. Du und ich und jeder.
Apropos Zirkus: Vielleicht hast du ja Lust auf eine ganz andere Art von Zirkus. Dann melde dich heute noch an beim Onlinekurs „Faschingszirkus (Anmeldeschluss ist morgen!). Meine super-kreative Kollegin Constanze Guhr aus Berlin bietet ihn an und freut sich darauf, zusammen mit großen und kleinen Zirkusbegeisterten kreativ zu werden und den Winter in gutgelauntes Licht zu rücken.  
 
Übrigens: Manchmal, so scheint es mir, ist da noch jemand, der mitklatscht. Jemand, der ganz genau weiß, wie es uns momentan geht und es einfach großartig findet, wie wir die kleinen und großen Herausforderungen meistern. Gott höchstpersönlich. Was ich allerdings nicht glaube: Dass er selbst der Zirkusdirektor ist. Das zu glauben, wäre dumm, meine ich. Vielmehr habe ich das Gefühl, dass er neben uns in der 1. Reihe sitzt. Abwartend, vertrauend und immer bereit für neuen Applaus.


Und so schicke ich dich zusammen mit ein paar kunterbunten Luftschlangen zurück in deinen Alltagszirkus, wünsche dir den Mut für die kühnsten Alltagskunststücke und den manchmal lebensrettenden Sinn für Humor zwischen den Zirkuszeltstangen.
 


Deine



P.S.: Nächste Woche geht es weiter beim Familiengebet. Am 7.2. ab 9.30Uhr für Klein und Groß. Bitte weitersagen!
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