Copy
View this email in your browser

Liebe Genussmenschen!

Es ist passiert. Die Gastronomie darf im gesamten November nicht öffnen. Was das für die Inhaber und die Beschäftigten bedeutet, ist nicht abzusehen. Geschlossen wird erneut eine Branche, die sich im bisherigen Verlauf der Pandemie überwiegend herausragend um die Beherrschung der Situation bemüht hat. Kontrolliert und kreativ, teils mit hohem personellen Engagement und sogar ökonomischen Investitionen wurden Verordnungen, Regeln, Vorgaben umgesetzt. Statistiken und Studien zeigen, dass die Gastronomie sicher ist. Sicher war. Nun wird es sehr ernst. Zwischen schierer Wut und unbändigem Kampfgeist (manchmal mit beidem) tönen die Kommentare aus den Betrieben. Als Gäste sind wir nun wieder gefordert, Solidarität zu zeigen und die Take-Away-Angebote zu nutzen. Der Staat ist gefordert, dafür zu sorgen, dass die Orte, die so wichtig für das gesellschaftliche Leben sind, weiter existieren. 
Das Foto von entstand im ersten Lockdown vor dem Dortmunder Lennhof und stammt von Betreiber Attila Karpati. 

Bochum

Als vor genau zwei Wochen im Bochumer Tucholsky das Tellerduell seine lange verschobene Fortsetzung fand, wähnte man sich noch auf einem ganz guten Weg. Das Konzept, bei dem zwei Restaurants auf einem gemeinsamen Teller und aus einem identischen Warenkorb zwei Gerichte/Kompositionen gegeneinander antreten lassen, wurde unter Beachtung aller Vorschriften abgehalten. Die Gäste hatten viel Spaß am Duell von Team Amadeus Gomez aus dem Tucholsky von Christian Bickelbacher und der Auswärtsmannschaft von Patrick Hoff aus dem Gelsenkirchener UnverHOFFt. Plexiglaswände, Mundschutz, Luftaustauscher neuester Generation, für alles war gesorgt. Und für großartiges Essen, tolle Weine und perfekte Gastlichkeit. Fortsetzung folgt, wenn man wieder darf.  

Dortmund

Wann o'zapft wird oder g'suffa, steht in den Sternen. Doch die City bekommt wohl wieder ein bayrisches Wirtshaus. Ältere Dortmunder erinnern sich noch an das Paulaner am Ostwall, noch ältere sogar an das Münchner Löwenbräu im Rosenthal. Beide längst verblichene Vertreter der bayrischen Gastlichkeit in Westfalen. Am Friedensplatz tritt nun offenbar ein neuer "Botschafter" der süddeutschen Wirtshauskultur an, Dortmund zu erobern. Das Benedektiner Wirtshaus bespielt die großzügigen Räume am Friedensplatz, in die im Jahre 2017 das coa eingezogen war. Nunmehr soll es im Wirtshaus, das es in ähnlicher Form bereits im sauerländischen Attendorn gibt, „Klassiker der gutbürgerlichen Küche mit bayerischen als auch regionalen Spezialitäten“ geben. Federführend für die Gestaltung des Benediktiner Wirtshauses ist die Konzeptfabrik der Bitburger Braugruppe.

Essen

Wegen Corona I verschob sich das Projekt, wegen Corona II wird es auch einen verpatzten Spätstart haben. Doch dazwischen erblickte Käthe & Kalle das Licht der Welt. Den Name erklärt Macher David Tappeser so: "Gemütlich wie bei Tante Käthe, bodenständig wie beim Onkel Kalle“. Im ehemaligen Mittendrinn, auf der Klarastraße 70 hat der Tatort-Miterfinder mit Partner Daniel Milicevic eine Ganztagesgastronomie zwischen Café und Bar geschaffen. Spezialitäten des Hauses sind deftige Gerichte direkt im Brotlaib serviert. 

Duisburg

Die Oma Anne sei jetzt tot. Mit dieser finalen Aussage endete die Zeit von Anne Tränke. Hier im ETus-Vereinsheim in Bissingheim hatte Michael Krebs und sein Bruder der Comedian Markus Krebs fünf Jahre lang für Spektakel gesorgt. Viele prominente und weniger prominente Gäste hatte die Kult-Kneipe zum Humor und Musik-Hot-Spot gemacht. Das Virus hat dem jetzt ein Ende bereitet. Letzte Öffnungstage: heute, morgen, übermorgen (31.10., ab 13 Uhr). 

Zum Dessert

Instagram-Tipp der Woche

Die Indie-Legende Sissikingkong zog aus der Dortmunder Nordstadt ins Kreuzviertel. Dem Schrecken der Schließung vom Juli folgte relativ schnell die Entwarnung und so konnte am Freitag, 23. Oktober, Wiedereröffnung gefeiert werden. Ein großer Erfolg. Gefunden hatte Dirk Geisler den Erzhof an der Essener Straße 10. Konzeptionell bleibt vieles gleich, auch die lässige Optik dürfte Stammgästen bekannt vorkommen. Die kann man im November dann vermutlich leider nur über den Insta-Account begucken und sich auf die nächste Eröffnung freuen. 

Hot Spot der Woche

Hot Spot ist an diesem Wochenende das Lieblingsrestaurant. Auch die Stammkneipe, das Wohlfühl-Café und die oft und gern besuchte Weinbar sind die Plätze der Stunde. Hier sollte man sich unter Wahrung der inzwischen so gut gelernten Vorschriften noch einmal richtig gut bewirten lassen, vielleicht mal ordentlich Geld ausgeben und etwas mehr Trinkgeld geben, denn zu all dem hat der Gast nicht mehr viel Gelegenheit in diesem November. Auch wird man die Anwesenheit von Stammgästen vor der erneuten Zwangspause seitens der Gastronomie zu schätzen wissen. 
Mit Abstand und Vernunft und doch auch mit viel Solidarität und Verbundenheit mit der Gastronomie sollten wir dieses Wochenende genießen. Dann heißt es: Gemeinsam schaffen wir das. Guten Hunger und coolinarische Grüße, 
Ihr und Euer
 
P.S: Wer etwas Neues weiß aus den kulinarischen Genusswelten des Ruhrgebiets, der kann sich gern und vertrauensvoll an mich wenden. Kurze Mail an tom.thelen@ueberblick.de und ich bin glücklich!
Frisch erschienen! 
ESSEN GEHT AUS!
Die aktuelle coolibri-Ausgabe
Hier geht's zum ePaper.
copyright © 2020 Verlag Lensing-Wolff GmbH & Co. KG, Alle Rechte vorbehalten.
Da du dich auf unserer Seite angemeldet hast, bekommst du diese E-Mail von uns. Gerne versenden wir unseren Newsletter mit Tipps zur Freizeitgestaltung in der Rhein-Ruhr-Region auch weiterhin an dich. Solltest du das nicht wollen, kannst du dich jederzeit über den Unsubscribe-Link (unten) abmelden.  
Ausführliche Datenschutzerklärung
Impressum

Unsere Adresse ist:
neues@coolibri.de
Verlag Lensing-Wolff GmbH & Co. KG
Westenhellweg 86-88
44137 Dortmund
Germany
Add us to your address book


Hier kannst du den Newsletter abbestellen