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QUARTIERPOST
Newsletter für die Quartiere Länggasse und Engehalbinsel

Mitte April 2022

Hallo <<Vorname>>

Sag uns deine Meinung! Zum einjährigen Bestehen der Quartierpost bedanken wir uns bei unseren 1'500 Abonnentinnen und Abonnenten und freuen uns auf deine Rückmeldung.

Inhalt

#intern
 

Zum Einjährigen: Wir möchten dein Feedback!

 

… und vielleicht deine Mitwirkung?


Text: Alessa Hool
Das Redaktionsteam der Quartierpost. Bild: Yvonne Dickopf

Ziemlich genau heute vor einem Jahr erschien die erste Quartierpost. Es macht uns Freude, uns alle zwei Wochen an der Redaktionssitzung zu überlegen: Über was könnten wir nächstes Mal berichten? Manchmal etwas weniger Freude macht das Befüllen der Web-Plattform, die nicht immer so möchte, wie wir das gerne hätten – aber das ist vergessen, wenn die Ausgabe fertiggestellt und wieder eine Quartierpost verschickt ist.

Damit wir etwas besser wissen, was unsere Leser:innen interessiert, und damit uns die Ideen nicht ausgehen, würden wir uns freuen, wenn du unsere kurze Umfrage ausfüllen würdest (dauert nur 5 Minuten!).

Über was wir uns auch freuen würden, sind neue Leute, die mithelfen möchten! Wenn du Interesse am lokalen Geschehen, eine Affinität zu elektronischen Medien und Freude an der Arbeit in einem kleinen Team von Freiwilligen hast, schreib uns doch: redaktion@quartierpost.ch
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#ukraine
 

Temporäre Unterkunft Viererfeld

 

Obdach für 1'000 Schutzsuchende aus der Ukraine


Text: Kilian Bühlmann
Fünf Wohngruppen für je 200 Personen (A bis E), Administration/Leben (G), Zelt für Aktivitäten (F). Bild: Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion des Kantons Bern. 
Die Idee, auf dem Viererfeld eine temporäre Unterkunft für Schutzsuchende aus der Ukraine aufzubauen, ist erst wenige Tage alt – und schon sind Bagger und Transportfahrzeuge emsig an der Arbeit. In einer beispiellosen Aktion haben Stadt und Kanton dieses Vorhaben in kürzester Zeit aufgegleist.
 
Was entsteht? Fünf doppelstöckige Wohngruppen aus Containern werden je 200 Personen Unterkunft anbieten. Die Wohngruppen verfügen neben den Wohnräumen über Sanitäreinheiten, Gemeinschaftsküche, Waschküche und Lagerraum. Beim Zugang an der Studerstrasse befindet sich die Administration mit Gemeinschaftsräumen und ein grosses Zelt für multifunktionale Nutzungen. Die Fläche entlang der Familiengärten steht Erwachsenen und vor allem auch den Kindern als Freifläche zur Verfügung.
 
Welche Bauarbeiten laufen im Moment? Container können nicht einfach auf den Humus einer bis anhin landwirtschaftlich genutzten Fläche gestellt werden. In einem ersten Schritt wird die Humusschicht abgetragen und auf der Südseite der temporären Siedlung deponiert. Gleichzeitig entstehen die Leitungen für Wasser, Abwasser, Elektrizität und Kommunikationsmedien. Als neue Oberfläche der Anlage wird eine Kieskofferung eingebracht (keine Versiegelung mit Asphalt oder Beton!).
Wie geht es weiter? Mit dem Aufbau der ersten Container wird Ende April gerechnet. Der Ausbau soll in Etappen umgesetzt werden. Die Anlage ist klar als temporäre Nutzung konzipiert und hat keine Auswirkungen auf den Zeitplan für die geplante Wohnüberbauung auf dem Viererfeld.
 
Die Quartierpost bleibt dran und wird ihre Leserinnen und Leser über dieses Projekt auf dem Laufenden halten.
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#bierhuebeli
 

Location mit Vergangenheit

 

«Bierhübeli» heissen das Lokal an der Neubrückstrasse 43 und die angebaute Häusergruppe. Die ursprüngliche Wirtschaft brannte 1847 ab und wurde um 1870 wieder aufgebaut. Der heutige Bau stammt aus dem Jahr 1912.


Text und Bild: Hans Peter Wermuth
Wohnen und Tanzen am Abgrund? Keine Angst: Zwischen der Häuserzeile und der RBS-Baugrube liegt die Neubrückstrasse.

Völkerschauen …
1903 gastiert im Bierhübeli die togolesische Togomandigo-Truppe. Das «Berner Tagblatt» berichtet: «Die Schau bietet originelle Abwechslung: Nationalgesänge, Huldigungen vor dem König von Togo, Tanz und Gesänge der jungen Mädchen, Abendspiele, Fest- und Kriegstänze». 
Solche aus heutiger Sicht mehr als fragwürdigen Veranstaltungen erfreuten sich in Europa – auch in Bern – von ca. 1850 bis 1964 (!) grosser Beliebtheit.

… Parteigründung …
Ende November 1917 schlägt hier der spätere Bundesrat Rudolf Minger die Gründung einer Bauernpartei vor. Grund ist die allgemeine Unzufriedenheit mit der Agrarpolitik des Bundes und der Freisinnigen. Die neue Verbindung entwickelt sich zur Bauern-, Gewerbe und Bürgerpartei BGB und wird 1971 zur Schweizerischen Volkspartei SVP.

… und Konzerte. 
Das weitherum bekannte Bierhübeli gilt aktuell als echte Institution. Regelmässige Events gibt es seit 1988. Zu Gast waren und sind nationale und internationale Grössen des Showbusiness wie Patent Ochsner, Züri West, Steff la Cheffe, Lo & Leduc sowie Van Morrison oder Solomon Burke. Der Betrieb und sein breit gefächertes Programm funktionieren seit jeher ohne Subventionen.
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#wandern
 

Glasbach & Glasbach

 

Eine ganz aussergewöhnliche Wanderung


Text und Bild: Kilian Bühlmann
Abfluss des Glasbrunnens in den Glasbach Süd
Wasserrauschen heisst das neue Buch von Daniel Anker. Der in der Länggasse wohnhafte Autor unzähliger Skitourenführer, Wanderbücher und Bergmonografien hat sich darin den Fliessgewässer des Kantons Bern angenommen: «Ich ging schon immer gerne Bächen und Flüssen entlang. Wollte wissen, woher das Wasser kommt. Wohin es geht. Wie es fliesst. Ob es möglich ist, seinem Lauf zu folgen. Von der Quelle zur Mündung. Oder umgekehrt». Die wohl aussergewöhnlichste der 51 im Buch beschriebenen Wanderungen beginnt oder endet in unserem Quartier. Hauptdarsteller dabei sind neben der Aare zwei Bächlein und ein Brunnen gleichen Namens: Glasbach, Glasbach und Glasbrunnen. Verwirrt? Der Link zur Wanderung Nr. 35 löst das Rätsel.
 
Alle Wanderungen sind ausführlich beschrieben, Bilder erzeugen Vorfreude und ein Plänchen hilft bei der Orientierung. Dazu kommen präzise Angaben zum Gewässer und viele praktische Informationen zu den Wanderungen wie Anreise, Streckenlänge, Höhenunterschied, Gehzeit, Schwierigkeitsgrad, ideale Jahreszeit und mehr.
 
Wer sich vertieft für Bergliteratur interessiert, findet auf der Website «Ankers Buch der Woche» jede Woche eine Buchbesprechung. Das Spektrum reicht von Tourenführern über Romane bis zu historischen Werken. 
 
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#aprilscherz
 

«Felsenau-Schlinge»?

 

… nein, es bleibt beim Namen «Engehalbinsel»!


 
Ausschnitt aus dem 3D-Stadtmodell Bern

Nachstehende humorvolle Reaktion auf unseren Aprilscherz hat uns erreicht:
 
Liebe Quartierpost

Da seid ihr einem handfesten Skandal auf der Spur. Das internationale Finanzkapital will der Engehalbinsel den Namen entziehen – da kann nichts anderes dahinter stecken, als den Grundstückspreis für diese Liegenschaften ins Bodenlose hinunter zu treiben, und dann die Fläche zu einem Spottpreis für Microsoft zu erwerben. Übrigens hat euer investigativer Journalist übersehen, dass im gleichen Dokument erwähnt ist, dass Straßenbezeichnungen wie «lange Straße» oder Länggasse nur dann beibehalten werden dürfen, wenn das entsprechende Straßenstück mindestens Pi Kilometer lang ist. Euer Blatt kann also schon einmal beginnen, sich nach einem neuen Skandal umzusehen.

W.B.
 
Damit schliessen wir die Berichterstattung zu diesem Thema.
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#ratefuchs
 

Ein Jahr Ratefuchs

 

Rückblick auf alle Rätsel des ersten Jahrgangs der Quartierpost


Das Ratefuchs-Team
Zum Vergrössern auf das Bild klicken

Auflösung des letzten Ratefuchses

Ausser dem Standort wusste der Ratefuchs nichts über die Katzenskulptur. Der Aufruf an die Leserschaft der Quartierpost löste das Rätsel aber rasch. Michael von Fischer, pens. Förster der Burgergemeinde Bern, schrieb uns: 

«Diese Katze steht an der Halenstrasse 10 beim Eingang des Forstzentrums, in der Weihnachtsbaumkultur, unter einem Nussbaum.
Hans Balmer (1949–1997), Bildhauer und Zeichner aus Zollikofen, hat sie in Stein gemeisselt, in seinem Atelier in Zollikofen. Da er keinen Käufer für die Katze hatte, habe ich ihm mit dem Einverständnis des Forstbetriebes der BG Bern erlaubt, sie an diesem Standort aufzustellen. Seit ca. 1990 blinzelt sie den Bremerwaldgängern zu».
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#agenda

Tipps & Termine

 
Mittwochs, 14-16 Uhr
Fokus Ukraine im Café Paulus

12. Mai, 20:30
Michele Biondi Blues

Bis 24. April
Spenden für Menschen im Rückkehrzentrum Aarwangen


Viele weitere Quartierveranstaltungen findest du auf der Quartieragenda
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Yvonne Dickopf, dickopf-design.ch
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