Copy
QUARTIERPOST
Newsletter für die Quartiere Länggasse und Engehalbinsel

Ende März 2022

Hallo <<Vorname>>

Wir berichten in dieser Quartierpost über das Viererfeld, das bald kein Feld mehr ist, und über die Engehalbinsel, die vielleicht nicht mehr lange eine Halbinsel sein wird.
 

Inhalt

#fernwaerme
 

Unser Müll kehrt als Wärme und Strom zurück


Wer nachts in Bern Richtung Westen schaut, wundert sich über eine rot beleuchtete Wolke über einem Hochkamin.


Text und Bild: Hans Peter Wermuth
Fernwärmenetz-Ausbau an der Neubrückstrasse. Die blauen Säcke werden am Ende ihrer Reise nach Westen verbrannt, die enthaltene Energie wird in Elektrizität und in Heisswasser umgewandelt.
Das Licht stammt nicht vom Feuer der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) Forsthaus: Dieses lodert rund 80 Meter tiefer im Inneren des grossen Gebäudes. Dort werden rund um die Uhr unsere Kehrichtsäcke verbrannt. Die frei werdende Hitze wird zu Wasserdampf, der zuerst Turbinen zur Stromerzeugung antreibt und danach als 90 Grad heisses Wasser in das Berner Fernwärmenetz eingespeist wird. Das nach diesem Vorgang auf rund 55 Grad abgekühlte Wasser fliesst zurück in die KVA und schliesst so den Kreislauf. Das Netz wird zurzeit im Gebiet Hochfeld-Neubrückstrasse ausgebaut. Auch die künftige Schwimmhalle Neufeld wird damit erschlossen.
Bei Bedarf kann die Anlage Forsthaus mit einem Holzheizkraftwerk und einem Gas-Dampf-Kombikraftwerk zu einer kompletten Energiezentrale kombiniert werden. Je nach Jahreszeit und Nachfrage kann Energie Wasser Bern (ewb) so mehr Fernwärme oder mehr Strom produzieren.

Lohnt sich der Aufwand?
An Spitzentagen werden rund 700 Tonnen Kehricht angeliefert, davon ein beachtlicher Teil Haushaltabfälle in 35-Liter-Säcken. Ein solcher, der z. B. an einem Strassenrand auf der Engehalbinsel deponiert wird, enthält potenzielle Energie von rund 17 Kilowattstunden. Damit kann man 17 Stunden staubsaugen oder ein Zimmer einen Tag lang heizen …

Spannende Führungen
ewb bietet öffentliche Führungen durch die Energiezentrale Forsthaus an. Das Schweizerische Pionierprojekt zeigt eindrücklich, was heute an nachhaltiger Energiegewinnung möglich ist.
Werbung

#engehalbinsel
 

Ist der Name «Engehalbinsel» in Gefahr?


Neue internationale Vorschriften für Orts- und Landschaftsbezeichnungen stellen die Berechtigung des Namens «Engehalbinsel» in Frage.


Text und Grafik: Kilian Bühlmann
Die Expertengruppe der Vereinigten Nationen für geographische Namen (UNGEGN) hat ihr Regelwerk für die korrekte Verwendung von Ortsbezeichnungen überarbeitet. Neben vielem anderem wurde dabei auch die Definition für Halbinseln präzisiert: «Ein von einem Gewässer umgebenes Landstück gilt als Halbinsel, wenn der Quotient aus der Fläche (in km2) und der engsten Stelle der Verbindung zum Festland (in km) den Faktor 8 überschreitet». Mit rund 2 km2 Fläche und der 0.5 km messenden Engstelle verfehlt die Engehalbinsel dieses Kriterium deutlich.

Was bedeutet das für unser Quartier? Die befragten Spezialisten der Universität (Forschungsstelle für Namenkunde) nehmen es gelassen: «Alte traditionelle Ortsbezeichnungen sind in der Bevölkerung fest verankert und lassen sich durch bürokratische Definitionen kaum verdrängen.» Ähnlich sieht es die Stadt: «Wir sehen keinen Handlungsbedarf: Engehalbinsel bleibt Engehalbinsel», meint der Stadtpräsident. Anders sieht es Swisstopo. Bezugnehmend auf die Verordnung über die geografischen Namen (GeoNV) prüft sie einen Namenswechsel. Korrekt wären Bezeichnungen mit den Begriffen «Schlaufe» oder «Schlinge». Ein bekanntes Beispiel dazu ist die berühmte «Schlögener Schlinge» an der oberen Donau. Zur Diskussion stehen deshalb «Felsenau-Schlinge» oder «Enge Schlaufe». Die Quartierpost bleibt skeptisch und wird ihre Leser und Leserinnen auf dem Laufenden halten.
 
Werbung

#quartierkommission
 

Viererfeld: Planungsprozess unterbrochen


An der letzten Versammlung der Quartierkommission stand die Überbauung Viererfeld im Brennpunkt.


Text: Peter Bachmann
Zu Gast waren die Leiterin Immobilien der Stadt Bern, Christine Bussmann, und der Projektleiter Viererfeld, Beat Kästli. Sie informierten über den Stand der Planung und die Auswirkungen der Verschiebung der Viererfeld-Abstimmung vom 15. Mai.
Der nächste wichtige Schritt auf dem Weg zur Überbauung Viererfeld ist die Abgabe von Land im Baurecht an die privaten Bauträger. Darüber hätten wir am 15. Mai abstimmen sollen. Wegen einer Beschwerde muss diese Abstimmung nun aber verschoben werden. Damit verzögert sich die weitere Planung. Die ersten Wohnungen auf dem Viererfeld werden wohl nicht vor 2027 fertig sein.
Christine Bussmann informierte über die zukünftige Erschliessung des neuen Quartiers durch den öffentlichen Verkehr. Auf die Frage, ob während der mehrjährigen Bauphase Mehrverkehr im Länggassquartier zu erwarten sei, versicherte Bussmann, dass der gesamte Baustellenverkehr direkt über die Studerstrasse Richtung Autobahn abgewickelt werde.

Hier geht es zum ausführlichen Bericht über die Delegiertenversammlung vom 7. März.
Werbung

#laengassblatt
 

Das neue Länggassblatt ...


... gibt Einblick in das Universum Tierspital, porträtiert die Goldschmiedin Fabienne Gal und zeigt Bilder vom Entstehen der neuen Schwimmhalle im Neufeld.

Hier gehts zur Webseite www.laenggassblatt.ch.
Werbung

#ratefuchs
 

Wer weiss mehr?


Wo sitzt die Katze und welche Geschichte erzählt sie uns? Wer mehr darüber weiss, lasse es uns wissen.


Das Ratefuchs-Team
Foto: Kilian Bühlmann

Auflösung des letzten Ratefuchs-Rätsels

Vordere Gasse heisst die interne Hauptachse im Hochschulzentrum vonRoll. In den Pausen zwischen den Vorlesungen und über Mittag sind hier hunderte von Studierenden und Mitarbeitenden der Pädagogischen Hochschule und der Universität unterwegs (Bild).

Wie kam es zu dem Strassenschild? Bei der Einweihung des Gebäudes fand der damalige Stadtpräsident Alexander Tschäppät Gefallen an diesem belebten Ort und seinem treffenden Namen: Zwei Wochen später erhielt der Hausdienst ein Paket mit zwei Original-Strassenschildern «Vordere Gasse».
Werbung

#aufgefallen
 

Und sonst?

Nicht mehr ganz neu, aber vielleicht noch nicht aufgefallen:
Lamoon Thai Restaurant & Take Away, das einzige original thailändische Restaurant im Länggassquartier.
Adresse: Neufeldstrasse 32

www.lamoonthairestaurant.ch

Stiftung Rossfeld
Im aktuellen Newsletter stellt sich die neue Direktorin Giovanna Battagliero vor. Zudem berichtet sie über zwei aktuelle Rossfeld-Projekte.
Schülerinnen und Schüler der Schulbildung arbeiten mit dem Jugendparlament der Stadt Bern zusammen, um die Inklusion voranzutreiben.
Bewohnende, Schülerinnen und Schüler und Lernende tauchen in die vielfältige E-Sport- & Gaming-Welt ein. Bald soll ein Rossfeld E-Sport-Team bei Wettkämpfen mitspielen. Damit die virtuelle Welt allen offen steht, werden für das Projekt Spenden gesucht.


Grüne Oase kennenlernen am 1. April. Seit drei Jahren gibt es an der Neufeldstrasse 6 einen gemeinsam bepflanzten Bio-Quartiergarten. Die Gärtnerinnen und Gärtner schreiben: Am Freitag 1. April 2022 öffnen wir unseren Garten für alle Interessierten. Wir möchten aufzeigen, welche Bedeutung der Garten für die Biodiversität und für den sozialen Zusammenhalt im Quartier hat und andere Menschen ermutigen, ebenfalls ein solches Projekt zu wagen. Denn manchmal braucht es gar nicht viel, um die Welt ein bisschen schöner zu machen!
Link zum Flyer / Programm

COOLTOUR von Blindspot – ist ein inklusives Sommercamp für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 19 Jahren mit und ohne Beeinträchtigung. Es findet vom 15. bis 22. Juli 2022 in Bern auf dem Zirkusplatz Gaswerk zum 14. Mal statt.
Vorankündigung und Anmeldung hier.



 


#agenda

Tipps & Termine

 
Noch am 1., 6. und 9. April
Veranstaltungen von Klimagerechtigkeit - jetzt! 

Bis 14. April
Frühlingserwachen, Atelier Produkte Verkauf der Stiftung Rossfeld.
Montag bis Freitag, von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16.30 Uhr, Flyer

2. April
Tag der Offenen Tür bei Sandra Strebel, Ganzheitliche Gesundheit, 10-18 Uhr, Oberer Aareggweg 78.
www.ganzheitlich-gesund-sein.ch, Flyer

5. April
Bern liest ein Buch, Gesprächsrunde, von 18.00 bis 20.30 Uhr, Raum der Stille, Pauluskirche

Bis 8. April
Kunst in der Kirche: Weibsbilder by ann lee

Save the date: Samstag, 28. August 2022
2. Neubrückstrassenfest. Wer Interesse hat, mitzutun: hallo@neubrückstrassenfest.ch 

Viele weitere Quartierveranstaltungen findest du auf der Quartieragenda
Werbung
ABONNIEREN UND WEITERSAGEN
Hier kannst du den Newsletter abonnieren. Leite diesen Link weiter, um auf die Quartierpost aufmerksam zu machen.

MITMACHEN
Wir sind auf dich und viele andere angewiesen, um diesen Newsletter interessant und nützlich zu halten. Melde dich doch bei uns:
– Ideen an redaktion@quartierpost.ch
– Vorschläge für Newstexte können über unsere Website geschickt werden, über die Seite «Idee einreichen». Artikel müssen von allgemeinem Interesse für die Quartierbevölkerung sein.
Infos zur Kommunikation von Produkten und Dienstleistungen findest du im nächsten Abschnitt «WERBEN».

WERBEN
Mit der Quartierpost erreichst du über 1450 am Quartier interessierte Menschen und hilfst uns, die Produktionskosten zu decken. Infos auf unserer Website auf der Seite «Werben».

ARCHIV
Im Archiv kannst du alle bisherigen Ausgaben des Newsletters sehen.
Über uns und die QUARTIERPOST
Dieser Newsletter ist gratis, partei- und organisationspolitisch unabhängig, nicht kommerziell ausgerichtet und wird von einer bunt zusammengesetzten Gruppe von Quartierbewohner_innen herausgegeben. Der Newsletter ist kostenlos und ist nicht an eine Mitgliedschaft geknüpft.

Ein Teil der Mitarbeitenden arbeitet auch für das Länggassblatt und die Arena, die beiden Quartierzeitschriften für den Stadtteil 2 (Länggasse und Engehalbinsel). Wir sind offen für viele Ideen und Meinungen.

Logo, Design und visuelle Konzeption der Quartierpost
Yvonne Dickopf, dickopf-design.ch
www.quartierpost.ch
© 2022 Quartierpost, Alle Rechte vorbehalten