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Deutsch-Ukrainisches Forum e.V.

Unser Newsletter für Mitglieder,
Freunde und Partner
07.09.2021

Liebe Mitglieder, Freunde und Partner,

am 24. August 2021 feierte die Ukraine den 30. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit. Bereits im Vorfeld kam die deutsche Bundeskanzlerin, Angela Merkel, am 22. August zu Besuch nach Kyjiw. Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier, folgte am 23. August, um am offiziellen Teil des Auftaktgipfels der Krim-Plattform teilzunehmen. Er vertrat Deutschland und bekräftigte, dass sich die Bundesregierung gemeinsam mit den EU-Partnern entschieden zur territorialen Unversehrtheit der Ukraine und zur Nichtanerkennung der völkerrechtwidrigen Krim-Annexion durch Russland sowie zur Aufrechterhaltung der Krim-Sanktionen gegen Russland bekennt. Die Krim-Plattform wurde vom ukrainischen Präsidenten, Wolodymyr Selenskyj, initiiert. An der Veranstaltung nahmen Delegationen aus 46 Ländern teil.
 
Zum Unabhängigkeitstag stellte Ukrinform den Botschaftern aus Aserbaidschan, China, der EU, Frankreich, Deutschland, Japan, Litauen, der Türkei und den USA drei Fragen (Was ist an der Ukraine heute interessant? Welche Erfahrungen Ihres Landes könnten für die Ukraine von Nutzen sein? Welche Fehler sollte die Ukraine vermeiden?) und veröffentlichte deren Antworten, die hier (auf Englisch) nachzulesen sind.
 
An den eigentlichen Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag der Ukraine am 24. August sprach Selenskyj darüber, dass das heutige ukrainische Volk die Erben einer langen Geschichte im Zentrum Europas sei. Vor der Militärparade, an der auch ausländische Militärvertreter von Partnerländern teilnahmen, wurde eine vielseits gelobte Aufführung zur Geschichte der Ukraine mit dem Titel „Die DNS der Ukraine und Ukrainer“ gezeigt. Eindrücke der Veranstaltung in Bildern und zum Nachsehen als Video.
 
Am 28. August 1941 erließ die oberste Partei- und Staatsführung der Sowjetunion einen Ukaz, der die umfassende Deportation der deutschen Minderheit aus dem europäischen Teil der UdSSR nach Sibirien und Kasachstan vorsah. Erst nach Stalins Tod setzte eine zögerliche Liberalisierung ein. Heute wird der 28. August als „Tag der Erinnerung und der Trauer“ für alle Opfer von Deportationen und Repressionen begannen. Aus diesem Anlass wurde zum 80. Jahrestag dieses Erlasses bei der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche St. Katharina in Kyjiw eine Gedenktafel enthüllt und eine Wanderausstellung des Rats der Deutschen in der Ukraine gezeigt. Mit einem Gottesdienst wurde der Opfer gedacht und in mehreren Reden an die Folgen dieses Ukaz erinnert.
 
Ankündigungen:
 
Der Zweite Weltkrieg ist erinnerungspolitisch für ganz Europa von zentraler Bedeutung. Ohne das Wissen darüber, was in der Zeit von 1939-1945 passierte, lassen sich gegenwärtige zwischenstaatliche Konflikte nicht verstehen. Die deutsch-belarussische gesellschaft (dbg) trägt gemeinsam mit der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und dem Deutsch-Ukrainischen Forum e.V. für ein besseres Verständnis der Verflechtungen und weitreichen Folgen zweier zentraler Kriegsereignisse bei. Daher sind am 16. September 2021 Experten und Expertinnen aus Belarus, der Ukraine, Polen und Deutschland nach Warschau zu einem internationalen Austausch über den "Hitler-Stalin-Pakt und den Überfall auf die Sowjetunion" eingeladen.
 
Die Deutsch-Ukrainische Historikerkommission veranstaltet am 17.-18. September 2021 ihre 6. Jahreskonferenz zum Thema „The Holodomor in Academic and Public Debates: Ukrainian and European Perspectives”. Im Rahmen der Konferenz lädt die Kommission alle Interessierten am 17.09. zur Abendvorlesung des italienischen Historikers und Holodomor-Experten Andrea Graziosi zum Thema „Famines and Genocides: A Global Perspective“ (in englischer Sprache) ein, die von 19:00 bis 20:30 Uhr im Henry-Ford-Bau, Hörsaal C (Garystr. 35-37, Berlin) stattfinden wird. Die Teilnahme ist erst nach Anmeldung unter duhk@lrz.uni-muenchen.de (bis zum 15.09.) möglich. Die Abendveranstaltung, wie auch die gesamte Konferenz, kann im Live-Stream über den Youtube-Kanal der DUHK verfolgt werden.
 
Inzwischen ist der Einsendeschluss für den Schüler-Wettbewerb von „Freundschaft kennt keine Grenzen“ mit Unterstützung des Deutsch-Ukrainischen Forums verstrichen. 30 Teams aus 18 Schulen mit insgesamt 109 Schülerinnen und Schüler haben sich beteiligt. Die Jury hat ihre Arbeit aufgenommen und das Ergebnis wird in Kürze offiziell verkündet.
 
Außerdem startet der Verein Bamberg:UA in Kooperation mit „Freundschaft kennt keine Grenzen“ eine kleine Video-Konferenz-Reihe zur Geschichte Deutschland-Ukraine. Die Auftaktveranstaltung ist am 11. September 2021 mit dem Titel „Der Beginn des Zweiten Weltkriegs. Die Rolle der Kriegsparteien“.
 
News unserer Mitglieder und Partner:
 
Die Bundesregierung setzt sich für eine faire und effiziente Verteilung von Impfstoffen ein und unterstützt die weltweite Pandemiebekämpfung mit 2,2 Milliarden Euro. Erstmals gibt Deutschland direkt Impfstoffe ab. Botschafterin Anka Feldhusen übergab am 21.08.2021 1,5 Millionen Dosen des Impfstoffs von Astra Zeneca an den ukrainischen Gesundheitsminister Wiktor Ljaschko. Zur Corona-Situation und über entsprechende Bestimmungen in der Ukraine verweisen wir auf die Informationen der AHK Ukraine.
 
Im Juli/August Newsletter der AHK geht es um ein Interview mit dem Leiter der Schneider Group, Yuri Donets, die Vorstellung neuer AHK-Mitglieder, die Liberalisierung des Bodenmarkts, die Registrierung von Nichtresidenten bei den Steuerbehörden, über Umfrageergebnisse unter Arbeitgebern in der Ukraine zur Unterstützung von Bildungsprojekten, Antworten des ukrainischen Wirtschaftsministeriums zu Human Resources und letztlich über eine neue AHK Arbeitsgruppe für Unternehmenskommunikation.
 
Der September Newsletter der AHK behandelt in einem Interview die Voraussetzungen zum Erreichen der Klimaziele in der Ukraine, die Digitalisierung der Landwirtschaft, das Abkommen über die Konformitätsbewertung und Anerkennung von Industrieprodukten (ACAA) mit der EU und welche Risiken für ausländische Finanzdienstleister in der Ukraine bestehen.
 
Die Eberhard-Schöck-Stiftung berichtet: Zehn Jahre lang arbeiteten Auszubildende des Steinmetzhandwerks und angehende Bildhauer aus der Pfalz und aus dem ukrainischen Lwiw gemeinsam an historischen Stätten. In Kirchheimbolanden wirkten sie an der Restaurierung des historischen Terrassengartens mit, in Lwiw sanierten sie Gebäudeteile im Zentrum der historischen Altstadt. Die Arbeit am gemeinsamen kulturellen Erbe Europas ließ die jungen Menschen zusammenrücken und das Verbindende erkennen und spüren. Gleichzeitig wurden unterschiedliche Lebensstile und gesellschaftliche Rahmenbedingungen erfahren.
 
Außerdem berichtet die Stiftung in ihrem Newsletter über zwei Projekte in der Ukraine: zum einen, dass Auszubildende historische Bauteile in Lwiw restaurieren und zum anderen, dass eine Maschinenlieferung für die neue Werbetechnikerwerkstatt an der Kyjiwer Höheren Berufsschule für Bauwesen und Design eingetroffen ist.
 
In den Ukraine-Analysen, die unter anderem von unserem Mitglied, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) herausgegeben werden, geht es in Ausgabe Nr. 251 vom 17.05.2021 über Außenpolitik und die Beziehungen zwischen der Ukraine und der Türkei sowie um den Donbas; in Ausgabe Nr. 252 vom 04.06.2021 über ein Zwischenfazit zur zweijährigen Amtszeit von Selenskyj; in Ausgabe Nr. 253 vom 14.06.2021 über Ukrainische Care-Migrantinnen in Deutschland und den Arbeitsmarkt unter Covid-19; und in Ausgabe Nr. 254 vom 16.07.2021 über Identität und Diversität sowie über Babyn Jar.
 
Außerdem erschien von ZOiS das Spotlight 29/2021 vom 28.07.2021 über Orthodoxe Feierlichkeiten in der Ukraine und den Konkurrenzkampf der Kirchen.
 
In den Newslettern des German Economic Teams geht es in Ausgabe 151 vom Mai 2021 um den Abschluss eines Abkommens über die Konformitätsbewertung und Anerkennung von Industrieprodukten (ACAA) mit der EU als Zusatz zum bestehenden DCFTA und was dies für die Ukraine bringt; in Ausgabe 152 vom Juni 2021 über die schnelle wirtschaftliche Erholung, wobei Risiken bleiben; in Ausgabe 153 vom Juli 2021 über die Reform der CO2-Besteuerung sowie Vorschläge und ein Ausblick; und in Ausgabe 154 vom August 2021 über Indikatoren der Wirtschaftstätigkeit während der Pandemie.
 
Oliver Hermes von unserem Mitglied, dem Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft, gab am 20.08.2021 ein Statement zum Besuch von Bundeskanzlerin Merkel in Moskau und Kiew, in dem er meint, dass die Energiepartnerschaften mit Russland und der Ukraine zu Klimapartnerschaften weiterentwickelt werden sollen. Einen Tag veröffentlichte der Ost-Ausschuss bereits ein Statement von Oliver Hermes, in dem er die Ukraine als grünen Energiepartner sieht.
 
Bei „Ukraine verstehen“ gibt es zwei Artikel mit Bezug auf die Folgen des Donbas-Kriegs: die Reportage „Die Toten haben mich besucht“ von Viktoria Roschina vom 05.05.2021 über Kriegsveteranen mit posttraumatischen Belastungsstörungen (PTSB) und was der ukrainische Staat für sie tut; und ein Artikel vom 27.05.2021 über die Reintegration von Veteraninnen und Veteranen, wobei Julia Friedrich die große Herausforderungen der Ukraine anhand der Studie „The Long Shadow of Donbas“ beschreibt, aber wie auch Deutschland dabei helfen kann. Außerdem wurden von „Ukraine verstehen“ einige prominente Ukrainerinnen und Ukrainer befragt, welche Bedeutung das Datum 22. Juni 1941 für sie hat.
 
In eigener Sache
 
Wir verweisen auf die Facebook-Gruppe „Stammtisch Kiew“, in der aktuelle Informationen zu Stellenausschreibungen, Förderprogramme und Stipendien mit Ukraine-Bezug von unserem Büroleiter, Jörg Drescher, geteilt werden. Auf der Facebook-Seite des Deutsch-Ukrainischen Forums und bei Twitter teilen wir regelmäßig Nachrichten aus den unterschiedlichsten Bereichen zur Ukraine.

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