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Deutsch-Ukrainisches Forum e.V.

Unser Newsletter für Mitglieder,
Freunde und Partner
29.05.2020

Liebe Mitglieder, Freunde und Partner,

durch unsere Hilfsaktion „Stay@Home Care Pakete“ konnten wir gemeinsam mit unseren ukrainischen Partnern in den Gebieten Poltawa, Iwano-Frankiwsk und Cherson bisher zirka 2.000 Pakete an hilfsbedürftige, vor allem ältere Menschen verteilen. Möglich wurde dies durch zahlreiche Spenden, für die wir uns herzlichst bedanken. In der kommenden Woche werden weitere 250 Pakete im Gebiet Tscherkassy ausgeliefert. Auf unserem Youtube-Kanal finden Sie entsprechende Videos aus den Gebieten über die Verteilung. Inzwischen konnten wir die Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in der Ukraine, I.E. Frau Anka Feldhusen, dafür gewinnen, die Schirmherrschaft der Aktion zu übernehmen. Wir werden weitere Spenden sammeln, um auch in Kyjiw und Zhytomyr Pakete auszuliefern. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende.
 
Am 8. Mai nahm unser Vorstandsmitglied Gerald Praschl für das Deutsch-Ukrainische Forum an der Gedenkfeier zum 75. Jahrestag der Befreiung Europas vom Nationalsozialismus teil. Der Tag wird in der Ukraine (neben dem Tag des Sieges am 9. Mai) als Tag des Erinnerns und der Versöhnung begangen. Wegen der Corona-Situation gab es keine Reden. Hochrangige Vertreter der Bundestagsparteien, vieler Bundesländer, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und Vertreter vieler ausländischer Botschafter gedachten mit Kränzen und Blumen. (Video)
 
Außerdem organisierte das Deutsch-Ukrainische Forum gemeinsam mit dem Verein Ukraine-Hilfe Berlin zum Muttertag am 10. Mai eine Briefaktion. Ukrainer aus Deutschland schrieben einen persönlichen Brief mit Glückwünschen an Mütter, deren Kinder als gefangen oder vermisst gelten. Insgesamt wurden zirka 50 Briefe in der Ukraine verschickt.
 
Anfang des Jahres erhielt das Deutsch-Ukrainische Forum die Anfrage, ob wir nicht den Nachlass des bekannten Brecht-Forschers Werner Hecht als Geschenk an die Iwan-Franko-Universität in Zhytomyr vermitteln können, wo ein Brecht-Zentrum existiert. Nach langen Hürden, nicht zuletzt wegen Covid-19 kamen die Bücher am 27. Mai in Zhytomyr an.
 
Der Termin für unsere Jahreskonferenz zum zwanzigjährigen Bestehen des Deutsch-Ukrainischen Forums unter dem Titel „20 Jahre Deutsch-Ukrainisches Forum - 30 Jahre Wiederherstellung der diplomatischen Beziehungen zwischen der Ukraine und Deutschland“ bleibt weiterhin der 29. Juni 2020 (save the date). Nächste Woche teilen wir das Programm und endgültige Format mit.
 
Covid-19 in der Ukraine:
Zunächst wurden die bis 14. Mai geltenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Virus-Pandemie geltenden Maßnahmen bis 22. Mai verlängert. In diesem Zusammenhang wurde berichtet, dass die offizielle Arbeitslosenzahl seit 12. März um 197.000 auf 486.000 Personen stieg. Die inoffizielle Arbeitslosenzahl dürfte weit höher sein, da viele Ukrainer "schwarz" arbeiten. Ab dem 22. Mai wurden dann die ersten Maßnahmen zurückgefahren. So ist seit 22. Mai der öffentliche Straßenverkehr in Städten wieder in Betrieb; seit 25. Mai fährt die Metro in den Städten Kiew, Charkiw und Dnipro wieder; ab 1. Juni soll der öffentliche Personenverkehr zwischen den Städten erneuert werden; und ab 15. Juni der Personenflugverkehr. Die Quarantäne selbst bleibt weiterhin bis vorläufig 22. Juni in Kraft.
 
Wie es um die Situation in ukrainischen Krankenhäusern wegen der Covid-19-Pandemie bestellt ist, wurde von AP beleuchtet (engl.).

Um die OSZE Sonderbeobachtungsmission bei der Erfüllung ihres Mandats zu unterstützen und die Arbeit der Beobachter dabei auch in der Covid-19-Krise sicher zu gestalten, übergab die Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in der Ukraine, Anka Feldhusen, am 27. Mai eine Lieferung bestehend aus Schutzanzügen, Atemschutzmasken, Mund-Nasen-Schutz-Masken, sowie chirurgischen Handschuhen an OSZE-SMM Chief Monitor Yaşar Halit Çevik.
 
News unserer Mitglieder und Partner:
Im April-Newsletter der AHK Ukraine geht es um Hilfsaktionen von AHK-Mitgliedern, sowohl von deutschen Unternehmen, die Repräsentanzen im Lande haben, als auch von ukrainischen Firmen. Weitere Themen sind Risikomanagement unter Quarantäne- und Krisenbedingungen in der Ukraine, sowie die Deutsche Schule Kiew.
 
Unser Mitglied, die Eberhard-Schöck-Stiftung will in den kommenden drei Jahren eine allgemeine methodische und methodologische Ausbildungsgrundlage schaffen und die Intensivierung der nationalen und internationalen Hochschulkooperation vorantreiben. Die Einführung eines an westeuropäischen Standards orientierten Masterstudiengangs für Stadt- und Raumplanung ist das Ziel der jüngsten Kooperation mit der Kiewer nationalen Universität für Bauwesen und Architektur.
 
In den Ukraine-Analysen Nr. 233, die unter anderem von unserem Mitglied, dem Zentrum für internationale und Osteuropastudien (ZOiS) herausgegeben werden, geht es um den Umgang mit Covid-19 in den »Volksrepubliken«, wie die Region Zakarpattia dem Coronavirus begegnet, wie verbreitet Covid-19 in der Ukraine ist, wie die Bevölkerung zur Covid-19-Pandemie steht und welche Chancen und Grenzen der Beteiligung der Zivilgesellschaft an der nationalen Klimapolitik der Ukraine bestehen. Die Ukraine-Analysen Nr. 234 behandelt das Thema „Selenskyj“ aus mehreren Blickwinkeln, sowie die Frage, ob die Östliche Partnerschaft die Erwartungen der Ukraine erfüllen kann.
 
Im Mai-Newsletter unseres Mitglieds, des Zentrums für internationale und Osteuropastudien (ZOiS), sind einige Ukraine-Themen. Darunter das ZOiS-Spotlight 21/2020 vom 27. Mai mit Gwendolyn Sasse ("Der ukrainische Präsident gewinnt durch Covid-19 Zeit") und ein Interview mit dem Politikwissenschaftler Paul  D’Anieri zum Thema, warum der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine eskaliert ist, sowie mehrere Medienhinweise mit Ukraine-Bezug.
 
Der Newsletter Nr. 139 des German Economic Team Ukraine vom Mai 2020 behandelt die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Ukraine. Hierzu wird auf direkte Schocks wie die vorübergehende Schließung inländischer Sektoren eingegangen, sowie auf Einbrüche der Waren- und Dienstleistungsexporte der Ukraine und auf einen Rückgang der Einnahmen aus Rücküberweisungen.
 
Ukraine Verstehen veröffentlichte einen Bericht über die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie in der ostukrainischen Stadt Slowjansk. Wie kommen dort Unternehmer, Journalisten und der öffentliche Sektor mit den Einschränkungen zurecht?
 
Im Mai-Newsletter der Kiewer Dialoge geht es um alte und neue Herausforderungen zwischen EU und der Ukraine während der Covid-19-Pandemie, sowie um einen Bericht aus den Regionen wie dort die Lage wegen Corona ist. Außerdem enthält der Newsletter eine Übersicht über die Einreichungen zu einem Kleinprojekte-Wettbewerb, sowie mehrere Lese- und Hörempfehlungen zur Ukraine.
 
Politik:
Am 30. April fand eine Videokonferenz der deutschen, französischen, russischen und ukrainischen Außenminister im Normandie-Format statt. Die Pressemitteilung des Auswärtigen Amts ist hier nachzulesen.
 
Am 3. Mai veröffentlichte Reporter ohne Grenzen ein Ranking zur Pressefreiheit. Die Ukraine kam dabei auf Platz 96 von 180 Ländern.
 
Am 5. Mai war Alexander Scherba, ukrainischer Botschafter in Österreich, trotz abgesagter Gedenkfeier bei einer Kranzniederlegung im ehemaligen KZ Mauthausen, um der Befreiung des KZs vor 75 Jahren zu gedenken.
 
Am 8. Mai legte die Deutsche Botschafterin in Kyjiw zusammen mit Vitalij Klitschko am Grabmal des unbekannten Soldaten einen Kranz nieder. Ihre Rede ist hier nachzulesen.
 
Am 14. Mai sprach die Deutsche Botschafterin in Kyjiw im Kanal24 über die Wichtigkeit der NATO für den Frieden in Europa.
 
Am 17. Mai veröffentlichte der ARD einen Weltspiegel-Podcast zum Thema „Ein Jahr Selenskyj – wo steht die Ukraine?“
 
Am 18. Mai wird seit einer Resolution der Werchowna Rada vom 12. November 2015 in der Ukraine an die Deportation der Krimtataren als Völkermord gedacht. Die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Dr. Bärbel Höfler, und der Koordinator für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland, Zentralasien und die Länder der Östlichen Partnerschaft, Dirk Wiese, gaben zu diesem Gedenktag eine Erklärung ab. Außerdem veröffentlichte der Brandenburger CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Patzelt zum 85. Jahrestag der Deportation der Krim-Tataren ein Video, um daran zu erinnern, dass die Krim-Tataren heute als ethnische Minderheit auf der von russischen Truppen besetzten ukrainischen Krim erneut massiver politischer Verfolgung durch die russischen Behörden ausgesetzt sind.
 
Wirtschaft:
Am 29. April diskutierten Vertreter von rund 30 deutschen Unternehmen mit dem Vize-Gouverneur der Nationalbank der Ukraine Dmytro Sologub über die aktuelle finanzielle und makroökonomische Lage der Ukraine. Die Corona-Krise und der landesweite Lockdown haben die positive wirtschaftliche Entwicklung des Jahres 2019 zum Stillstand gebracht. Statt eines prognostizierten Wachstums von knapp vier Prozent rechnen Beobachter nun mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um mindestens fünf Prozent. Die Online-Veranstaltung wurde von unserem Mitglied, dem Ost-Ausschuss/Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft, organisiert.
 
Anfang Mai stimmten die EU-Botschafter dem Vorschlag der Europäischen Kommission zu, der Ukraine 1,2 Mrd. Euro zu gewähren, um die wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie zu überwinden.
 
Die Nachfrage nach ukrainischen Saisonarbeitern ist in Polen, Tschechien, Deutschland, Italien und den baltischen Staaten üblicherweise sehr hoch. Doch Covid-19 hat die Arbeitsmigration enorm eingeschränkt. Das führt zu einem Mangel an Saisonarbeitern in den Aufnahmeländern, aber auch zu Beschäftigungsproblemen der Arbeitsmigranten in der Ukraine. Experten antworten auf die Frage, wie die Reisebeschränkungen für ukrainische Saisonarbeiter die Beziehungen der Ukraine zu anderen Ländern und deren Wirtschaft beeinflusst.
 
Am 27. Mai traf sich der ukrainische Ministerpräsident, Denys Schmyhal, in Kyjiw mit Vertretern der deutschen Wirtschaft, um darüber zu informieren, wie die Ukraine seinen Wirtschafts- und Regulierungssektor für ein verbessertes Geschäftsumfeld reformiert. Anwesend waren neben der deutschen Botschafterin, Anka Feldhusen, auch Alexander Markus von der AHK Ukraine, sowie Vertreter der deutschen Wirtschaft.
 
Kultur:
Am 13. Mai fand in mehreren Städten eine Lichtaktion unter dem Motto „Stoppt die kulturelle Quarantäne“ statt, um auf die Situation der ukrainischen Kulturindustrie aufmerksam zu machen.
 
In der FAZ-Serie „Mein Fenster zur Welt“ wurde der Beitrag „Schutzmasken trägt nur die Facebook-Schicht“ von Serhij Zhadan als Podcast veröffentlicht. In dieser Serie beschreiben Autoren ihren persönlichen Blick auf diese Krise.
 
Veranstaltungshinweise:
04. Juni – Webinar „ Von Comedy und Coronakrise“ - Die Ukraine nach einem Jahr der Präsidentschaft von Wolodymyr Selenskyj, Vortrag und Diskussion mit: Beate Apelt (Leiterin des Kyjiwer Büros der Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit), Jörg Drescher (Leiter des Kyjiwer Büros des Deutsch-Ukrainischen Forum e.V.), Vitali Olijnik (Mitglied im Ukraine-Hilfe Berlin e.V.), Moderation: Svitlana Mazur (parlamentarische Journalistin und Moderatorin, Mitglied in der „World Alliance of Ukrainian Journalists”). Veranstalter: Freiheitskämpfer e.V., Köln (nähere Infos bei Facebook).
 
29. Juni – Jahreskonferenz des Deutsch-Ukrainischen Forums e.V. (Einladung folgt in den nächsten Tagen)
 
Leseempfehlungen:

Unser Vorsitzender, Prof. Dr. Rainer Lindner hat gerade ein Buch über die Geschichte des russischen Imperiums herausgegeben, in dem auch große Abschnitte der Geschichte der Ukraine als Bestandteil des Zarenreiches und der Sowjetunion gewidmet sind: Dietrich Geyer: Das russische Imperium. Von den Romanows bis zum Ende der Sowjetunion, herausgegeben von Jörg Baberowski und Rainer Lindner, DeGruyter/Oldenbourg, Berlin/Boston 2020. 


Das Ukraine Crisis Media Center brachte am 04. Mai eine Übersicht zu den Ergebnissen des Normandie-Treffens, zur Diskussion um ukrainische Erntehelfer und Preisen der Ukrainischen Filmakademie, sowie am 22. Mai eine Analyse des ersten Amtsjahrs von Präsident Selenskyj.
 
In den Ukraine-Nachrichten sind die Artikel „An geborstenen Trögen“ über den Stromverbrauch der Ukrainer (vom 21. Mai) und „Der Export ukrainischer Gastarbeiter nach Europa“ (vom 25. Mai) zu empfehlen.
 
In eigener Sache:
Wir verweisen auf die Facebook-Gruppe „Stammtisch Kiew“, in der aktuelle Informationen zu Stellenausschreibungen, Förderprogramme und Stipendien mit Ukraine-Bezug von unserem Büroleiter, Jörg Drescher, geteilt werden. Auf der Facebook-Seite des Deutsch-Ukrainischen Forums und bei Twitter teilen wir regelmäßig Nachrichten aus den unterschiedlichsten Bereichen zur Ukraine.
 
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