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Behavioral Economics News
#Experimentability

September 2019

Guten Tag


Wenn von der Krise der Medien gesprochen wird, kann viel damit gemeint sein: Fake News, mangelnde Unabhängigkeit, prekäre Beschäftigungsverhältnisse für Journalisten – die Liste liesse sich noch lange fortsetzen. Doch wer die einzelnen Bestandteile näher untersucht, entdeckt dahinter meist ein grösseres strukturelles Problem, das allen gemeinsam ist: Die Medienindustrie operiert mit einem Businessmodell, das sich in einer digitalisierten Welt nicht mehr rechnet.

Warum ist das so? Zum einen hat die Digitalisierung das Verhalten der Werbebranche grundlegend verändert. Der Grossteil der digitalen Budgets fliesst heute nicht mehr an traditionelle Medienunternehmen, sondern an Plattformen wie Google oder Facebook. Zum anderen haben Medienunternehme entgegen ihrer über Jahrzehnte gewachsenen Überzeugung lernen müssen, dass ein Grossteil der Menschen nicht bereit ist für allgemeine Nachrichten zu bezahlen.

Wer also Menschen dazu anstupsen möchte, wieder für Journalismus zu bezahlen, der muss zuerst ihr Verhalten verstehen. Bei FehrAdvice begleiten wir schon seit vielen Jahren Medienunternehmen auf diesem Weg und unterstützen sie dabei, mit Experimenten neue und tragfähige Geschäftsmodelle zu designen. Die Ergebnisse dieser Arbeit haben wir im Whitepaper «Paid Content im Zeitalter des Referenzpreises Zero» aufbereitet, das Sie als AbonnentIn meines Newsletters weiter unten kostenlos downloaden können. Es bietet nicht nur Erklärungsmodelle für die «Zero-Price-Trap», die geringe Zahlungsbereitschaft für Journalismus im digitalen Raum, sondern auch in der Praxis getestete Ansätze, um diese zu steigern.

Auch wenn das Whitepaper auf die Medienindustrie fokussiert, gelten die zentralen Erkenntnisse daraus für viele Herausforderungen, denen sich Unternehmen in Zeiten digitalen Wandels stellen müssen. Es geht darum, die passenden Formate für eine gemeinsame Identität und eine relationale Beziehung zu schaffen und durch systematisches Experimentieren weiter zu entwickeln.

Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Woche.

Gerhard Fehr
CEO & Executive Behavioral Designer 
FehrAdvice & Partners AG, Zürich

P.S.: Am 29. Januar 2020 findet am exklusiven Gottlieb Duttweiler Institute die Academy of Behavioral Economics 2020 statt, bei der Sie von renommierten Verhaltensökonomen wie Eyal Winter, Ernst Fehr, Matthias Sutter, Christian Ruff und vielen anderen lernen können, wie sie in einer digitalisierten Welt der Wahrscheinlichkeiten bessere Entscheidungen treffen können. Übrigens: Wenn Sie sich schon jetzt zu einer Teilnahme entschliessen, profitieren Sie vom Early-Bird-Tarif für den Anlass.

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3 verhaltensökonomische Ansätze für digitale Medienunternehmen

Download:
Paid Content im Zeitalter des Referenzpreises «Zero». Eine verhaltensökonomische Herangehensweise

Die Digitalisierung ist schon seit einigen Jahren eine grosse Herausforderung für die Medienwelt. Immer mehr Werbeausgaben fliessen in soziale Medien und Suchmaschinenwerbung. Daher wird Paid Content künftig für das Überleben von Medienunternehmen ein wichtiger Baustein. Der Haken an der Sache ist jedoch: Die Zahlungsbereitschaft für digitalen Content ist gering.

Was sind aus verhaltensökonomischer Sicht die Gründe dafür? Die Referenzpreise und die damit verbundene «Zero Price Trap». Ob ein Produkt als teuer oder günstig wahrgenommen wird, hängt vom individuellen Referenzpreis ab, den Nutzer von einem Produkt haben. In der Frühphase der Digitalisierungen setzte die Medienwelt auf Reichweite, machte den Content frei zugänglich, uns setzte damit den Referenzpreis auf null – mit weitreichenden Folgen.

Das Whitepaper zeigt auf, mit welchen verhaltensökonomischen Ansätzen Medienunternehmen dieser «Zero Price Trap» entkommen können.

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★★

Gamification und Experimentability:
Wie man Logins, Engagement und Einnahmen steigert

In einem innovative Projekt hat das österreichische Medienhaus Russmedia gemeinsam mit FehrAdvice ein Modell entwickelt, das mit Hilfe von Gamification das Engagement der User auf den digitalen Plattform deutlich steigerte.

Auf der Website der INMA (International News Media Association) teilt Georg Burtscher, Managing Director Russmedia Digital, weitere Insights zum Projekt. Er erklärt, wie Russmedia durch Experimentablilty und Gamification das Engagement die Logins der User steigerte, die Nutzung der Plattformen erhöhte und auf Basis dieser Beziehung die Grundlage für neue Erlöse schuf.

INMA: Russmedia increases logins, engagement, revenue with gamification model

★★★

Grundlagen:
Wie Gamification das User Engagement, Kundenbeziehungen und menschliches Verhalten beeinflusst


Gamification beschreibt die Anwendung von spielerischen Elementen in einem eigentlich spielfremden Kontext. Und sie kann ein mächtiges Werkzeug dafür sein, um in der digitalen Welt eine relationale Beziehung aufzubauen. Mit evidenzbasiertem Behavioral Design wird sie zum Schmiermittel für laufende Interaktionen und Kommunikation auf Augenhöhe. Im Digital Hub haben wir die verhaltensökonomischen Grundlagen von Gamification in einem eigenen Lernmodul aufbereitet.
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Save the date: 29. Januar 2020
Academy of Behavioral Economics 2020
Besser entscheiden: Neue Methoden für eine Welt der Wahrscheinlichkeiten

Die Welt wird immer schneller, digitaler, komplexer und damit unsicherer. Gleichzeitig gibt es immer mehr Daten zu Verhalten, Entscheidungen und Einstellungen. Wie gehen wir damit um? Und welche Themen sind wichtig für eine Zukunft, in der datenbasiert Wahrscheinlichkeiten für beinahe alles errechnet werden können? Diesen Fragen stellt sich die Academy of Behavioral Economics 2020.
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FehrAdvice & Partners – der Podcast
Im Podcast von FehrAdvice & Partners erfahren Sie alles über die neuesten verhaltensökonomischen Erkenntnisse, wie diese in der Praxis angewandt werden und wie Sie mit #Experimentability im digitalen Wandel erfolgreich sein können.
 
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