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Liebe schallplattenentrückte Bevölkerung von Groove City.

Aufmerksamkeitsspannen sind heutzutage klein, deshalb vorweg, damit keine Missverständnisse aufkommen: Dies ist ein Abschiedsbrief. Aber nur von mir, Groove City wird es noch tausend Jahre geben. Mindestens.
Viele von Euch haben es mitbekommen, aber wegen der ganzen Lockdown-Komplikationen konnte ich mich von vielen nicht verabschieden. Und für alle, die jetzt nur noch Bahnhof verstehen: Mein Name ist Dr. Booty Carrell und ich habe liebend gerne genau zwölf Jahre im schönsten Schallfolienladen der Welt gearbeitet und mich u.a. um diesen Newsletter hier gekümmert. Ansonsten war ich "Trüffelschweinigel", diese genaueste Beschreibung meines Tätigkeitsfeldes stand mal im Newsletter von Hans. E. Platte. Und das ist wahrlich ein schöner Job: Platten checken und bestellen, mit Euch darüber reden, direkt inspiriert zu werden und direkt zu inspirieren. Alles für die Musik. Mit den warmherzigsten und empowernsten Kolleginnen, die ich je hatte: Marga Glanz und Dr. Dr. Anja Knoppers.

Dann kam ein Anruf mit einem Angebot, das ich nicht ablehnen konnte. Weil ich mich für fünf Jahre um die Musik an Münchner Kammerspielen kümmern darf.  Das wollte ich im greisen Alter von 43 Jahren noch unbedingt ausprobieren.

Danke Euch allen für's Lesen dieses Newsletters, für die zahlreichen Signale an Marga und Anja, dass wir alle gemeinsam durch die schwierige Zeit gehen, für die geschäftigen Tage, für die verrückten Tage, für die öden Tage, für die buchdrüberschreibenswerten Tage und für zwölf Jahre, in denen ich ich selbst sein durfte: Ein hoffnungsloser Türkoholiker. Im Endstadium seit Jahren. Danke, dass Ihr das alles mitgemacht habt, all die Spleens und Versessenheiten. Kommt bitte selber gut durch den Quark und schaut mal rein, wenn in München. Auf bald!


Euer Booty  /http://www.booty-c.com


PS: Drei Kaufbefehle müssen noch sein:



Ashraf Sharif Khan & Viktor Marek: Sufi Dub Brothers [Fun In The Church LP]
Musik bedeutet mir alles, aber kaum eine Band bedeutet mir so viel, wie dieses Duo. Seit zehn Jahren schrauben die kongenialen Symphaten Ashraf und Viktor an der Verschmelzung von südasiatischer Klassik und globaler Dancefloor-Musik. Was haben sie sich Zeit gelassen, denn erst jetzt erscheint ihr Debütalbum. Und man hört: Das ist Musik, für die sich Zeit gelassen wurde. Ashraf Sharif Khan ist definitiv einer der besten Sitarspieler dieses Planeten. Er ist so gut an seinem Instrument, dass es schon verhältnismäßig einfach aussieht. Dazu versprüht er einzigartig guten Geist im Publikum. Viktor Marek macht elektronische Musik sicht- und fühlbar und versprüht dazu genauso guten Geist im Publikum. Im Zusammenspiel ergibt das Clubmusik, die in der südasiatischen Musik wurzelt und sie nicht als Gimmick dahernimmt. Was ist Musik? Keine Ahnung, aber so geht sie. Mit ohne tolle Features, u.a. von K.A.U.F.B.E.F.E.H.L.

Album hören hier:

https://funinthechurch.bandcamp.com/album/sufi-dub-brothers
Amazing footage: https://www.youtube.com/watch?v=bvjUzUxTOGY&fbclid=IwAR0nAKsgT1QZvY2Ni9sbnY_RoqE2--eh1cqJiRA4VOpIt5jB4qTtptCMqfc


Rocket Men: Since 1969 [JazzLab LP]
Der musikalische Aberwitz des Hamburger Quartetts führt im Verbund mit den enormen Fähigkeiten der Musikschaffenden zu einem wohlkomponierten Gehirnsalat. Eine weitere Frischzellenkur für unsere reizentwöhnten Gehirne. Ach so, das ist Jazz. Jazz ist nicht tot. Du bist irgendwann tot, ich auch. Jazz ist auch manchmal über Jahrzehnte tot. Aber jetzt gerade ist Jazz überhaupt nicht tot, sondern ganz im Gegenteit. Fuchsteufelswild ist er, der Jazz. Und jung ist er auch. Und das mitten in Hamburg, trotz NDR!


https://rocketmen.bandcamp.com/album/since-1969


Admas: Sons Of Ethiopia [Fredriksberg LP]
Auf die Platte bin ich schon richtig gespannt. Habe ich vor Jahren mal auf Youtube gehört und trotzdem keine Hunderter für ein Original unterm Kopfkissen hervorgekramt. Denn ich habe das Wartespiel gespielt. Warten auf eine schöne Wiederveröffentlichung. Gut gemacht, muss ich mich ausnahmsweise selber loben. Tolle 80er teilelektronische exiläthiopische Musik aus D.C. Man hört den Nachhall von Swinging Addis, aber man versteht auch den Schmerz des Vertriebenseins durch die Schreckensherrschaft der Derg. Schön, dass es diese Platte wieder gibt.
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