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Erster

Kölner
Wirtschaftskommentar


- Gastkommentar zur Aktionswoche der CDU -
von Abraham Lehrer


 

Meine sehr verehrten Leserinnen und Leser,

der Begriff des Antisemitismus ist seit einiger Zeit in aller Munde. Antisemitismus bedeutet Hass auf Juden und das Judentum. Es kann sich in Worten und Taten ausdrücken.

Es stellt sich die Frage, wie dieser Antisemitismus bekämpft werden kann. Darüber wird heftig gestritten und es sind schon viele Bücher zu diesem Thema geschrieben worden.

Ein Weg dahin ist die Wissensvermittlung, ein Handeln bereits in der Schule. Eine Kommission von Fachleuten hat festgestellt, dass die Informationen über das Judentum in deutschen Schulbüchern mehr als mangelhaft sind.Ein erster Schritt wäre es daher, den Inhalt in den Schulbüchern zu korrigieren. Den Lehrern muss das Material an die Hand gegeben werden, das Judentum im Unterricht sachlich korrekt vermitteln zu können, sei es im Religions-, Geschichts- und/oder Sozialkundeunterricht.

Die jüdischen Gemeinden öffnen ihre Häuser und bieten Führungen durch die Synagogen an. Viele Menschen nehmen jährlich an einer solchen Führung teil, darunter auch tausende Kinder und Jugendliche, die im Rahmen des Schulbesuchs eine Synagogen besuchen und so die Gelegenheit haben, das Judentum ein Stück weit kennenzulernen.

Ein weiterer Schritt ist es, das Zusammentreffen von Juden und Nicht-Juden zu ermöglichen. Die Gemeinden bieten verschiedene Veranstaltungen an, von Konzerten und Ausstellungen über Vorträgen zu Diskussionsrunden, zu denen auch nicht-jüdische Gäste kommen können bzw. eingeladen werden. Gerade durch solche Angebote verlieren die Menschen ihre Schwellenangst, betreten das erste Mal ein Gebäude einer jüdischen Gemeinde. Wenn man Gelegenheit hat Juden persönlich kennenzulernen und ins Gespräch zu kommen, hat man die Möglichkeit sich kennen zu lernen. Und wenn man sich kennt, verliert man Vorurteile, das Verständnis füreinander kann wachsen.

In vielen Publikationen wird das Judentum gleichgesetzt mit Vernichtung, Tod und dem Holocaust. Selbstverständlich gehören diese Dinge zur Geschichte des Judentums dazu. Aber wir sind nicht tot, wir leben und führen in dieser Gesellschaft ein aktives Leben. Wir wollen zeigen, dass wir leben und Teil dieser Gesellschaft sind. Im Jahre 2021 feiert zum Beispiel die Synagogen-Gemeinde Köln ihren 1700. Geburtstag.

Die Perspektive für die Zukunft muss sein, zu wissen, was in der Vergangenheit geschah, um eine gute Gegenwart zu gestalten - die Fehler der Vergangenheit in der Zukunft zu vermeiden - und unabhängig von Herkunft und Hautfarbe, Religion oder Geschlecht gemeinsam an der Zukunft dieses Landes bauen.

Mit einem herzlichen Schalom

Abraham Lehrer
Unser Gastautor ist Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland und Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln. Im Hauptberuf leitet er ein Kölner Software-Unternehmen.
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Dann schreiben Sie mir: wirtschaftskommentar@mit-koeln.de

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