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Erster

Kölner
Wirtschaftskommentar

 

Liebe Leserinnen und Leser des Kölner Wirtschaftskommentars, 

das 2. MIT-Fachforum stand unter der Überschrift „Mobilität neu denken“. Dabei sollten verschiedene Innovationen „neuer“ Anbieter mit Vorstellungen und Plänen der „alten“ Anbieter mobiler Lösungen zusammengebracht werden. Aber nicht nur „neue“ und „alte“ waren die Gegensätze, die zusammengeführt werden sollten. Es ging auch darum, kommunale Unternehmen mit kleineren, innovativen Lösungsanbietern ins Gespräch zu bringen.

Axel Nordieker, Gastgeber des Abends und Geschäftsführer der Toyota Kreditbank (TKG), gab Auskunft über die aktuelle Entwicklung des Unternehmens von einer klassischen Autobank zu einem innovativen Mobilitätsdienstleister (www.pendlerapp.dewww.toyota.de). In dieser Funktion realisiert die TKG individuelle Ansätze zur Lösung aktueller und zukünftiger Umwelt- und Verkehrsherausforderungen für Städte, Regionen und Landkreise. Themen wie Leben, Wohnen, Arbeiten und Mobilität rücken immer näher zusammen und nehmen Einfluss auf die Lebensqualität von Menschen.

Mit einer Vision für mehr Lebensqualität überzeugte auch Peter Kuhn, Head of Business Development DACH des Unternehmens WHIM aus Helsinki, (www.whimapp.com) die Zuhörer. „All journeys in one app” bedeute, dass der User gänzlich auf ein eigenes Auto verzichtet, einen monatlichen Beitrag zahlt (ca. 500 EUR) und mit Hilfe der Whimapp ohne weiteres Entgelt den öffentlichen Personennahverkehr inkl. Taxen nutzen kann. Somit sei der User flexibel und könne sich frei fortbewegen. Mag dem einen dies noch wie Zukunftsmusik klingen, so findet sich die Umsetzung bereits in Helsinki und Antwerpen. Mit Verkehrsverbünden auch deutscher Städte wie Hamburg sei WHIM im Gespräch. In Wien, der österreichischen Metropole, sei man in den Gesprächen mit der Stadt sehr weit, so dass dort mit einem baldigen Rollout zu rechnen sei. Mit WHIM macht es Spaß, die Zukunft zu denken. Köln sollte den Anschluss an diese Entwicklung nicht verlieren. Die Umsetzung in Köln ist aber davon abhängig, ob die KVB sich auf dieses Experiment einlässt. Ohne die lokalen Verkehrsverbünde funktioniert das System nicht. Wir hoffen auf das Engagement der KVB!

In Köln schon umgesetzt hat Yasotharan Pakasathanan, der Gründer der Ampido GmbH, (www.ampido.com) Köln, seine Lösung konkreter Parkplatzprobleme. Ampido mietet Flächen wie zum Beispiel Büroparkplätze am Wochenende, Freiflächen, Flächen, deren Bebauung sich z. B. verzögert etc., um diese über die App Ampido zu vermieten. So kann man noch bevor man in die Stadt fährt, einen Parkplatz mieten. Kein Suchverkehr ist dann mehr nötig. Die Flächen lägen dann auch nicht brach, sondern seien in Zeiten, in denen sie normalerweise nicht genutzt werden, sinnvoll eingesetzt. Und nochmal: Diese App funktioniert schon in Köln. Von dieser Lösung sind wir sehr beeindruckt und hoffen, dass mehrere Personen, Unternehmen und Behörden ihre Flächen Ampido z. B. am Wochenende zur Vermietung anbieten. Ampido bietet eine sehr gute Lösung für den persönlichen Individualverkehr.

Die erste Adresse für öffentliche Mobilitätskonzepte in Köln ist die KVB (www.kvb-koeln.de). Deren Vorstandsvorsitzende, Stefanie Haaks, stellte dann auch ihr Unternehmen vor. Sie betonte die Potentiale und Zukunftspläne der KVB. Zum Status: Zu lange sei nicht investiert worden. Aber die nächsten, geplanten Schritte stellte sie klar und strukturiert dar. In der anschließenden Diskussion standen natürlich die schlechten Erfahrungen der Zuhörer mit der KVB im Vordergrund. Dabei wurde vieles erklärt und deutlich, denn Stefanie Haaks blieb keine Antwort schuldig und antwortete unaufgeregt sachlich. Geradezu wohltuend in der heutigen Diskussion. Ebenso betonte sie: Die „Stadt“ als Besteller der Leistungen der KVB müsse noch viele Punkte in der Leistungsanforderung nachbessern. Dies als Antwort auf die Frage nach der dringend notwendigen Takterhöhung am Wochenende entsprechend dem Takt der anderen Wochentage bei den wesentlichen Hauptstrecken wie die Linien 4, 16, 18, etc. 

Für das Fachforum interessant bleibt, inwieweit die KVB Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit anderen Lösungsanbietern sucht oder dabei verbleibt, alle Lösungen selbst anzubieten. Strategische Partnerschaften könnten in einigen Punkten schneller zu guten Lösungen führen.

Eine Form der Partnerschaft stellte der letzte Impulsgeber des Abends, Axel Lauterborn von der Tank-E, einer Tochter der Rheinenergie zum Ausbau einer Ladeinfrastruktur für E-Autos, dar. Lauterborn selbst arbeitete in Ampidos Gründungszeit eng mit dessen Gründer Pakasathanan zusammen, so dass das Fachforum zu einem Familientreffen der innovativen Kräfte Kölns wurde.

Viele Ideen, viele Impulse, viel Austausch über die Zukunft der Mobilität in Köln, die wir neu denken möchten. Dabei heißt „neu denken nicht „Verkehrswende“, sondern „Verkehrsentwicklung“. Niemand möchte nämlich eine Wende zurück zum Pferdewagen. Wir alle wollen einen Fortschritt hin zu bequemen, individuellen, flexiblen und funktionierenden Lösungen für die eigene Fortbewegung in Köln und der Metropolregion.

Wir brauchen in Köln den Mut, Lösungen zu testen. Köln als Testlabor ist besser als ein Köln des Stillstandes, wie wir es die letzten Jahre vor dem Ratsbündnis hatten. Das 2. MIT-Fachforum hat allen Teilnehmern Spaß darauf gemacht, mit neuen Lösungen Köln voran zu bringen. Was daraus wird, werden wir an dieser Stelle immer mal wieder berichten. Ich selbst bin gespannt!

Mit kölschem Gruß 

Ihr

Karl Alexander Mandl
Vorsitzender MIT Köln
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