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CAPRIVI UND/ODER BOTSWANA

Als ich 1996 das erste mal in den Caprivizipfel fuhr, erwartete mich ein touristisch fast unerreichtes Stück Paradies. Inzwischen ist der Caprivi ein sicheres Reiseziel und wird leider auch schon von Großunternehmen bebaut und besucht. Schuld ist wohl die Asphaltstrecke bis Katima Mulilo. Aber... es gibt sie immer noch, die Wildnis, das Unberührte und das Abgelegene. Wir als echte Safarianbieter, die "tiefer in den Busch" wollen, haben inzwischen zusätzlich die Aufgabe unsere Gäste vor den Bustouristen zu schützen. Dies haben wir auf der letzten Safari wieder gut geschafft und wieder gab es hautnahe Tiererlebnisse im Caprivi... gewusst wie und wo!

Die Safari ging dann weiter in das Okavangodelta in Botswana. Wir haben das Delta gründlich und bedingungslos mit Fotografen bereisen dürfen. Wie erwartet gab es auch hier, trotz "Greenseason" (hier lohnt es sich zu erwähnen dass die meissten Tiere zwischen Juli und November in der "High Season" gesehen werden) wahnsinnig viele und eindrucksvolle Tiererlebnisse.

Wir werden immer wieder gefragt ob "der Caprivi reicht" oder "ob Botswana besser ist" oder "sollen wir nach dem Caprivi noch ins Delta?"

Um Ihnen einen Einblick zu schaffen und einen Vergleich zu ermöglichen, habe ich die letzte Safari in zwei Gallerien aufgeteilt. So können Sie sehen, welche Tiere wo gesehen wurden.


Thema Caprivi:
Es gibt inzwischen mehrere Lodges und auch eine Selbstfahrersafari kann hier angeboten werden - die Lodges machen dann "Game Drives" mit den Gästen. Wir sind uns einig dass die grossen Lodges nicht unser Bedürfnis der Tierbeobachtung befriedigen und nutzen die "tieferen" kleineren Buschlodges, auch wenn diese teurer sind. Diese kleineren sehr Abseits gelegenen Lodges können sehr gut mit den Botswana Lodges und dem Abenteuer dort verglichen werden, sind aber etwas günstiger. Wir haben auf unserer letzten Tour supergute Sichtungen gehabt und sogar die seltenen Fischotter fotografieren können, neben vielen Elefanten, Büffeln und Antilopen. Um die Löwen richtig belichten zu können, war es schon zu dunkel.

Thema Botswana:
Die Natur im Delta kann mit der Natur im Caprivi verglichen werden, auch die Tierwelt ist sehr ähnlich.
Botswana hat jedoch schon seit eh und je den "high cost - low impact" Tourismus. Wer hier also das optimale Erlebnis will, muss viel dafür zahlen, sehr viel, dafür bekommt er, wie wir auf der letzten Safari: zweimal Löwen auf der Jagd - komplett allein erlebt!
Leoparden - wieder die einzigen dort und wir konnten herrlich fotografieren!
Geparden - Erlebnis mit nur einem anderen Guide mit Gruppe geteilt!
So meinte mein Gast/Beifahrer:"very special to see this without other tourists"


Faszit:
- Caprivi kann und wird von uns so gestaltet, dass unsere Gäste sehr viele Tiere in der Wildnis sehen können - so sehr, dass Elefanten später ignoriert und sogar Vögel, Pflanzen und Insekten ihr Interesse wecken. Ja, der Caprivi kann als Botswana-Ersatz gesehen werden, aber man sieht im Endeffekt etwas mehr Raubtiere im Delta und hat ein individuelleres Busch Abenteuer, jedoch zu einem sehr hohen Preis.

- Botswana in Billigversion, z.B. Tagesfahrten ins Delta ab Maun ist eine Zumutung für den Gast und bietet nur kurze visuelle Tierbeobachtungen, keine Tiererlebnisse. Wir haben auf den Messen viele dieser Angebote gesehen und uns gefragt ob "wir das auch machen sollten"... aber da kann ich Sie trösten: NEVER!
Wenn Botswana dann nur als geführte Selbstfahrertour zu verschiedenen ausgesuchten Lodges.
Wenn Botswana richtig, dann nur Fly-in!
Wir werden zukünftig auch die Mobile Camp Safaris ins Programm nehmen, aber dazu später mehr.


 
Das Flusspferd
Dieses Flusspferd wurde vom Boot fotografiert - Anbieter: Nambwa Tented Lodge. Bitte clicken Sie auf das Bild um die Caprivi Gallerie der letzten Safari im Mai 2018 zu sehen.
Kleiner Gernegross
Diese junge Löwe lag mit ca. 9 anderen Löwen ruhend unter einem Busch. Wir verbrachten recht viel Zeit mit diesen Katzen. Mehr Bilder zu unserer Botswana Tour im Mai 2018 sehen Sie durch einen Click auf das Bild.
Das Lilienvlei mit Urtieren und Blütenpracht

Als ich mit meinem Flieger einen Abstecher über Farm Sandhof im Süden Namibias machte, entdeckte ich, dass die Amaryllen auf dem berühmten Lilienvlei in Blüte stehen. Sofort Eigentümer angerufen und mit Gästen hingefahren. Das 800 ha Vlei war nur zu 80% gefüllt, aber die Blütenpracht der „Crinum crinum palludosum“ war umwerfend. Der Rüsselkäfer Brachycerus ornatus hat wieder einiges an Speicherplatz auf einigen Kameras belegt und wurde aus jedem Winkel und sogar bei der Paarung fotografiert. Vor einigen Jahren hatte ich einen Kurzbericht auf meine Webseite gestellt - diese Info hier.
Hochinteressant war jedoch die Entdeckung des wirklich miniziösem Triops granarius, eine Art der Rückenschaler / Urzeitkrebse. Fakten: Der „Urzeitkrebs“ Triops (Griech.: „der Dreiäugige“) ist ein lebendes Fossil. Triops gilt als die älteste bekannte noch lebende Tierart der Welt, die bereits im 220 Mio. Jahre alten fränkischen Keuper (Obertrias) fossil nachgewiesen ist und morphologisch fast unverändert blieb. Triops granarius lebt von Pflanzenresten und legt seine Eier. Das Vlei trocknet aus, die Eier können bis zu 20 Jahre im Trockenzustand ausharren (Anhydrobiose) und warten auf den nächsten Regen (ähnlich wie die Südenfarmer Namibias).

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