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Hallo <<Vorname>> <<Nachname>>,

immer in den letzten zehn, zwölf Augusttagen fängt es an, dieses Kribbeln. Müsste eigentlich unter Berufskrankheit laufen, wenn ich so drüber nachdenke. Der Auslöser jedenfalls lässt sich sehr genau festlegen, jedes Jahr aufs Neue. Das ist wie Heuschnupfen – nur, na ja, anders. Schöner.

Los geht es, kurz nachdem die Kultur aus der Sommerfrische zurück ist. Als wären alle zeitgleich aus einer wohligen Trägheit erwacht, trudeln hier E-Mails und Briefe ein, werden Spielpläne mit weiteren Fotos und Infos gefüllt – und mein Kalender mit September-Veranstaltungen, auf die ich richtig, richtig Lust hätte. Der Moment des maximalen Kribbelns. Der Vorfreude. Und auch der Verzweiflung, weil ja kein Mensch dieses unglaublich vielfältige Angebot wahrnehmen (und sich leisten) kann. All die Premieren! Festivals! Konzerte!

Da kommt ordentlich was auf uns zu: Performance-Exot Paul McCarthy (M+) im Schauspielhaus (noch bis Sonntag), Robert Wilson im Thalia-Theater (ab 9.9.), die Theaternacht (10.9.). Die Musicals „Mamma Mia!“ (11.9.) und „Hamilton“ (Previews ab 24.9.). Das Mozart-Fest (ab Sonntag), das Easterfield- (8.-10.9.) und das Reeperbahn-Festival (21.-24.9.).

Kurz durchatmen. 
Und weiter.

Das Unerhört-Musikfilmfestival (7.-10.9.), das Fantasy- (ab 14.9.) und das Binnenalster-Filmfest (ab 15.9.), gekrönt vom großen Filmfest (ab 29.9.). Noch mehr? Gerne, denn da gibt es ja zum Beispiel noch die Lange Nacht der Literatur (3.9.), das Harbour-Front-Literaturfestival (ab 8.9.) und das Comicfestival (ab 30.9.). Und vieles, vieles mehr.

Kribbelt’s bei Dir jetzt auch? Ist sicher Septemberitis – und die soll ja auf die allerbeste Art ansteckend sein.


Deine
Nadine Rinke
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 Die gute 
 Nachricht 

Kurzfilm-Festival mit prominentem Schirmherrn

2500 Filme wurden in diesem Jahr eingereicht, 34 davon schickt das Festival-Team ab morgen in fünf spannende Wettbewerbe. Und am Sonntag, dem Ende des fünften „Klappe auf!“-Kurzfilmfestivals, wird klar sein, wer die insgesamt fünf Preise mit nach Hause nehmen kann. „Achterbahn“ ist das Motto, unter dem die drei Tage im Metropolis-Kino stehen, in den Filmen geht’s um Höhen und um Tiefen, um verrückte Zufälle und die vergangenen zweieinhalb ... sagen wir mal ... interessanten Jahre. Auch Schirmherr Fatih Akin rührt ordentlich die Werbetrommel. Besonders an „Klappe auf!“: Das Festival ist komplett barrierefrei. Alle Filme werden mit Untertiteln sowie mit Audiodeskription vorgeführt. Auch die Publikumsgespräche sind von Gebärdensprach- und Schriftdolmetscher:innen begleitet. Und rollstuhlgerecht ist das Kino ja sowieso. Tickets für 7/4 Euro gibt’s hier


 schön gesagt 

„Ich komme selbst aus der Rap-Community und hab da auch eine entsprechende Credibility. Und jetzt gebe ich Rap auf ‘ne Art in eine andere Generation weiter. Die Kinder werden damit groß. Ich schreibe damit auf eine Art Geschichte. Dikka ist da, weil ich weiß, dass ich vielen Kindern da draußen damit was Krasses geben kann. Das überwältigt mich total.“
 
– Sera Finale alias Dikka, das rappende Rhinozeros. Morgen kommt „Boomschakkalakka“ (Universal), sein neues Kinder-Album, auf den Markt. Im Interview verrät er, warum das coole Nashorn bei den Kids Diplomatenstatus hat und was Berliner Gangsta-Rapper jetzt von ihm wollen

Fotocredit: Universal

 Das Album 
 der Woche 

Was soll man noch über Rocko Schamoni sagen – der Mann ist ein Gesamtkunstwerk: Punk und Post-Punk, Autor und Schauspieler, Clubbetreiber und Musiker. In letzterer Funktion bringt er morgen sein zwölftes Soloalbum „All Ein“ (über Misitunes) raus. 
Der Name ist Programm, denn der 56-Jährige produzierte das Album komplett selbst. Das Resultat sind zehn Songs, die ziemlich elektrolastig sind und nach 80er-Synthie-Disco klingen. Inhaltlich geht’s ums Älterwerden, seine Hassliebe zur eigenen Depression – und für „Romy & Rocko“ schnitt der Romy-Schneider-Fan Filmzitate von ihr mit und montierte sie mit selbst eingesprochenen Sätzen zu einem neuen Dialog, der in mit E-Gitarren vertontem Sex endet. Sehr hörenswert!


 DER MOPOP-TIpp 

Wer Kunst der Bildhauer-Crew „Push“ sehen will, muss mit offenen Augen durch die Stadt gehen und ein bisschen Glück haben. Normalerweise. Denn eigentlich sind die Hamburger dafür bekannt, ihre Objekte im öffentlichen Raum zu präsentieren: an Hauswänden, Bahnbrücken, Brückenpfeilern. Immer mal wieder lässt sich irgendwo einer ihrer „Push“-Schriftzüge entdecken. Jetzt aber gibt’s die Kunst des Trios ganz kompakt an einem Ort. Perfekt für alle, die keinen Bock auf Suchen-und-Finden haben. Die Galerie Affenfaust auf St. Pauli zeigt bis zum 24. September die Ausstellung „Urban Jungle“, geöffnet immer mittwochs, donnerstags und samstags von 14 bis 18 Uhr.

Fotocredit: Push


 Die sind heiß! 

Am Dienstag kündigten die HipHop-Legenden Fettes Brot auf Facebook ganz geheimnisvoll-schwammig „News“ an – unter den Hashtags #hitstory und #bucketlist. Gestern dann haben sie die Katze aus dem Sack gelassen: „Nach fast drei Jahren Pause juckt’s so sehr, dass wir einfach spontan und kurzfristig mal wieder mit euch feiern wollen – und zwar in Hamburg! (...) Für umme!“ Wer sich morgen zwischen 15 und 20 Uhr „in der Hafengegend tummelt, kann uns endlich mal wieder live erleben“, hieß es weiter. Wo was genau stattfindet, wollen sie heute im Laufe des Tages verraten. Also dranbleiben!  

Fotocredit: Jens Herrndorff 
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