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Hallo <<Vorname>> <<Nachname>>,

hat ein bisschen was von meiner ersten Fahrstunde, diese Zeit gerade. Dieses Ruckeln. Dieses Holpern. Und immer wieder: Gas geben. Abwürgen. Gas geben. Abwürgen. Ein einziges Generve. Sagen wir es so: Unter allen Fahranfänger:innen war ich nicht die beste. Ist ja zum Glück Ewigkeiten her.

Dass ich jetzt trotzdem so oft daran denke, ist gleich doppelt schlimm: Erstens weil es auch mein Berganfahr-Trauma wieder hochspült (zu meiner Verteidigung: Ich komme aus Süddeutschland, Berge gibt’s da also wirklich). Und zweitens weil es zeigt, dass dieses Corona-Tal längst nicht durchschritten ist. Um im Bild zu bleiben.

Denn es ruckelt weiter – überall. Theatervorstellungen fallen aus (zuletzt hat es die Premiere von „Goldes Wert“ am Sprechwerk erwischt), Konzerte und Touren werden verlegt oder gleich ganz abgesagt, wie jüngst im Fall Jeremy Days. Für die Hamburger Band war alles vorbei, noch ehe die Fahrt überhaupt begonnen hatte. Puh. Kein gutes Gefühl (was Sänger Dirk Darmstaedter dazu sagt: siehe unten).

Gleichzeitig gibt es aber beinahe täglich neue Ankündigungen. „Draußen im Grünen“  – diese schöne Konzerte-und-mehr-Reihe in Planten und Blomen – geht wieder los, das „Spielbudenfest“ bringt ab morgen Straßenkunst auf den Kiez und das „MS Artville“ ab Samstag Kunst, Musik und Lesungen aufs „Dockville“-Gelände in Wilhelmsburg. Das „Filmfest Hamburg“ hat verraten, dass es am 29. September mit einem Hamburger Entführungs-Drama eröffnet wird. Und dann sind auch noch die Proben fürs mit Spannung erwartete Rap-Musical „Hamilton“ gestartet (Premiere soll am 6. Oktober sein). Ü-ber-all wird Gas gegeben. 

Bleibt nur zu hoffen, dass der Motor anbleibt.
In diesem Sinne: Daumen drücken!


Deine
Nadine Rinke
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 Die gute 
 Nachricht 

Bücher kaufen? Ausgezeichnet!

Dass der „Hamburger Buchhandlungspreis“ in diesem Jahr erstmals an drei inhabergeführte und besonders engagierte Buchhandlungen (statt wie bisher nur an eine) gehen soll, das ist tatsächlich eine gute Nachricht. 4000 Euro wird's für jeden Preisträger geben – und gefühlt auch je einen Eimer Liebe. „Für uns war diese Auszeichnung wie ein kleiner Neustart“, sagen John Cohen und Daniela Dobernigg vom 2021-Gewinner „Cohen + Dobernigg“ auf St. Pauli. „Eine – auch finanzielle – Vitaminspritze für vollste Motivation in ein Jahr, in dem wir gleich weiterfeiern: unseren 20. Ladengeburtstag.“ Eine Jury hat jetzt zehn Kandidaten für 2022 nominiert, darunter die „Buchhandlung Klauder" in Duvenstedt und den „Buchladen Bettina Meyer“ in Neugraben (die Entfernung zwischen den beiden Läden beträgt übrigens 42 Kilometer, weiß Kultursenator Carsten Brosda). Unter dem Link findest Du auch die anderen Nominierten. Verliehen werden die Preise dann am 3. September bei der „Langen Nacht der Literatur“ in der Kunsthalle.


 schön gesagt 

„Natürlich kratzt das am Ego. Die letzten drei Jahre waren im Sinne von ,mental health’ ja eh kein Zuckerschlecken, da ist man schon ziemlich dünnhäutig geworden. In unserer Social-Media-Welt sind Likes, Follower und Insta-Bilder von ausverkauften Konzerten ja die Währung, die Deine Band nach außen trägt. Von daher fällt es den meisten ziemlich schwer da Tacheles zu reden und einfach mal zu sagen, dass es hier vielleicht ein Problem geben könnte. Ist nicht gut fürs Image und so ...“
 
– Dirk Darmstaedter. Seine Band Jeremy Days hat sich entschieden, einen anderen Weg zu gehen – und offen und ehrlich zu sagen, mit welchen Schwierigkeiten Kulturschaffende wie sie gerade zu kämpfen haben. Auf MOPOP.de redet er Klartext.

Fotocredit: Louis C. Oberlander

 Das Album 
 der Woche 

Die Gegenwart mit all ihrem Elend, von Corona über Krieg bis Klimakollaps, hat eine englische Wortneuschöpfung hervorgebracht: „Doomscrolling“ – im Kern geht es ums obsessive Konsumieren düsterer Nachrichten am Handy. Aber was hat das mit der kalifornischen Feelgood-Band Dawes zu tun?
Ganz einfach: „Misadventures Of Doomscroller“ hat das Quartett um die Brüder Taylor und Griffin Goldsmith sein neues Album genannt, das morgen erscheint. Es ist die bislang mutigste Platte der Dawes. Man muss nur das zentrale Stück „Ghost In The Machine“ hören, um zu staunen: Die Retro-Folkpop-Band nähert sich hier dem Funk-Jazz mit frei flirrenden Gitarren und einem wunderbar lässigen Piano-Solo, bis der Song die Sechs-Minuten-Grenze sprengt. Auch andere Lieder sind lang (teilweise acht oder neun Minuten) – und doch sind es keine ausfransend selbstverliebten Tracks, sondern toll komponierte, melodische Songs ohne stilistische Scheuklappen. „Mit dieser Platte haben wir uns vorgenommen, Maximalisten zu sein", sagt Sänger Taylor. „Keine Rücksicht mehr auf kurze Aufmerksamkeitsspannen!“ Experiment geglückt.

Fotocredit: Rounder-Concord / Universal


 DER MOPOP-TIpp 

Auf der Trabrennbahn in Bahrenfeld steigt im August wieder der „Hamburger Kultursommer“ – mit ziemlich großen Namen: Am 24. August kommen Die Ärzte (ab 76 Euro, Karten gibt's hier) und am 27. August heizen Scooter dem Publikum ein (ab 59 Euro, hier). Schon ein bisschen früher, am 16. August, spielt Mark Forster (Foto) auf dem Open-Air-Gelände. Tickets (ab 64 Euro) kann man entweder hier kaufen – oder bei uns gewinnen: Wir verlosen wir 2×2 Karten! Wer mitmachen will, muss folgende Frage richtig beantworten: Wie heißt Mark Forsters aktuelles Album? Schick die Antwort in einer E-Mail mit dem Betreff „Mark Forster“ und Deinen Kontaktdaten an: mopop@mopo.de. Teilnahmeschluss ist der 31. Juli, 24 Uhr. Veranstalter des Gewinnspiels ist die Morgenpost Verlag GmbH. Bei einer Teilnahme gelten unsere AGB als akzeptiert. Viel Glück!
 
Fotocredit: Jens Koch 


 Die sind heiß! 

Post-Punk trifft Synth-Pop, düster, tanzbar, treibend. Das ist, kurz gesagt, die Musik von Working Men's Club. Gerade hat die Band aus Yorkshire ihr zweites Album rausgebracht – und „Fear Fear“ ist (wie sollte es auch anders sein) ein Lockdown-Monster, entstanden aus dem kollektiven Gefühl der Einsamkeit. Working Men's Club wollen „das Schreckliche magisch klingen lassen“, heißt es im Pressetext zur Platte. Wie sich das anhört, kannst Du hier erfahren – oder besser noch live: Am 7. September ist die Band im Molotow, das Ticket kostet 18,70 Euro

Fotocredit: Lillie Eiger
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