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Hallo <<Vorname>> <<Nachname>>,

die Küchenpsychologin in mir hatte kürzlich einen Heureka!-Moment. Ich hatte mich mit leicht schlechtem Gewissen gefragt, warum ich – trotz der angespannten Weltlage und privater Katastrophen und Kataströphchen um mich herum – gute Laune habe. Wie es sein kann, dass diese bleierne Erschöpfung plötzlich verschwunden ist und ich einfach nur noch ganz normal kaputt bin. Sonne, dachte ich erst. Logo!, das muss es sein. Aber das gute Gefühl verschwand auch am Dienstag nicht – und da war es vormittags noch Nacht, und Hunde und Katzen hat’s außerdem geregnet.

Was steckt also dann dahinter? Beim Überfliegen der vielen frisch reingekommenen Mails fiel es mir auf: Es hagelt nicht mehr ständig Absagen, im Gegenteil. Aus allen Ecken gibt es Gutes zu berichten: Die 8. Triennale der Photographie geht – mit einem Jahr Verspätung – jetzt tatsächlich los. Die Moin-Filmförderung vermeldet, dass gerade drei Filme mit Hamburg-Beteiligung im Wettbewerb der 75. Festspiele von Cannes laufen (das gab's so noch nie!). Das Fundus-Theater verkündet froh, dass es im September sein neues Kindertheaterhaus in Hamm eröffnen kann. Einige der ehemaligen 917xFM-Menschen verraten, dass sie am 25. Mai mit „Ahoy Radio“ loslegen (pssst: Musik läuft da schon jetzt). Und vom Theaterfestival, der Altonale, dem Elbjazz und vielen weiteren Festivals ist zu hören, dass sie in den Startlöchern stehen. Wenn sie nicht – wie das Stadtpark-Open-Air – längst laufen.

Dieses Weniger an schlechten Nachrichten sorgt für ein Mehr an Yeah!-Laune, hat die Küchenpsychologin schließlich diagnostiziert. Und das ist ja für sich genommen schon eine ziemlich gute Nachricht.


Deine
Nadine Rinke


 schön gesagt 

„Ich glaube, der Dorfi schlummert in mir drin. Das ist auch gut und gesund für den Job, den ich mache. Weil das manche Werte reinbringt, die mir dabei helfen, nicht durchzudrehen. Ich bin zum Beispiel eher bodenständig. Ich muss mir nicht dauernd Sachen kaufen. Ich stelle mir eher die Frage, ob ich was wirklich brauche und überlege dann ein halbes Jahr. Ich kann mit dem Ausufernden nichts anfangen.“

– Max Giesinger. Der Sänger und ich kommen aus derselben Ecke, waren auf derselben Schule. Bei Kaffee und Franzbrötchen in der Schanze haben wir übers Dorfleben gesprochen, über die Liebe und natürlich über die anstehenden Konzerte. Morgen geht's für ihn nach der langen Pandemie-Pause in der Markthalle wieder los. Das ganze Interview gibt's hier.

Fotocredit: Christoph Köstlin

 Die gute 
 Nachricht 

Musik und mehr für den guten Zweck

Weil gute Nachrichten die Laune heben (küchenpsychologisch erwiesen, ich hab da einen ganz heißen Draht!), geht es damit gleich weiter. Und zwar hiermit: Das Thalia setzt wieder ein starkes Signal der Solidarität mit der Ukraine. Heute gibt es im Theater am Alstertor eine Benefizveranstaltung zugunsten der UNO-Flüchtlingshilfe. „Stand With Ukraine“ ist das Motto – und auf der Bühne stehen das „The Young ClassX“-Orchester, der „The Young ClassX“-Chor und das Youngster Ensemble, außerdem die Künstlerinnen und Künstler des „All Das“-Kollektivs sowie Teile des Thalia-Ensembles. Los geht es um 20 Uhr, eine Karte kostet 25 Euro, für Menschen mit ukrainischem Pass (oder einem anderen entsprechenden Ausweisdokument) ist der Eintritt frei. Um Spenden für die UNHCR-Soforthilfe für die Ukraine wird gebeten.  

 Das Album 
 der Woche 

Hach, Erdmöbel. Diese wunderbar verschrobene Band aus Köln hat ein neues Album (das zehnte!) – eine poetische Wundertüte, die perfekt zum Sommer passt und gute Laune macht. Besungen wird unter anderem ein klebender Duschvorhang und ein Supermond. „Guten Morgen, Ragazzi“! 
Man ist schnell hellwach beim Opener mit hingetupften Posaunenklängen, bevor im „Bernoulli-Effekt“ das Kunststück zu bewundern ist, wie sich eine komplizierte physikalische Formel in einen luftigen Popsong verwandelt – veredelt mit dem wunderbaren Refrain „Mein Leben klebt an mir wie ein Duschvorhang“ von Sänger und Texter Markus Berges. Lieder wie die von Erdmöbel sind in der deutschen Popmusik nicht alle Tage zu hören. Das Spektrum reicht vom Italo-Pop („Felicita“) über Steely-Dan-Anklänge bis zur schrägen Psychedelica („Supermond“). Und am Ende vermählen sie Poesie und Alltag zu einem hitverdächtigen Ohrwurm: „Eine rosa Plastiktüte weht durch dein Zimmer. Sie flüstert, flüstert, flüstert. Du verstehst jedes Wort.“ Da möchte man ewig weiterlauschen. Das Album gibt's ab morgen über Jippie! Industrie/Rough Trade.
 


 DER MOPOP-TIpp 

Don Winslow hat eine Agenda. In Deutschland haben das in den vergangenen Monaten, ja, Jahren vor allem Twitter-Nutzer mitbekommen – täglich meldet sich der Bestsellerautor dort zu Wort, oft mehrfach. Sein Anliegen: eine erneute Amtszeit von Donald Trump verhindern und Konsequenzen für dessen bisheriges Handeln fordern. Mit allen Mitteln. Er geht sogar so weit, seinen Job an den Nagel zu hängen. Die Trilogie, die mit dem Thriller „City On Fire“ ihren Anfang nimmt und in Deutschland am 24. Mai erscheint, ist das Letzte, was man von dem Schriftsteller lesen wird. „Ich gehe in Ruhestand“, lässt er seine Fans wissen, die beiden anderen Bücher seien geschrieben und würden 2023 und 2024 veröffentlicht. Winslow will sich – nach der Lesereise, die ihn am 24. Mai auch ins Altonaer Theater führt – auf seine politischen Aktivitäten konzentrieren. Fans sollten sich diesen Abschieds-Termin nicht entgehen lassen.   

Fotocredit: picture alliance/dpa/Jens Kalaene


 Der ist heiß! 

Das kam überraschend: Moderator Michel Abdollahi (Foto) übernimmt zusammen mit dem Künstler-Manager Robert Oschatz das Polittbüro. Lisa Politt und Gunter Schmidt, die das Theater am Steindamm gegründet hatten, wollen sich nach dem Ende der aktuellen Spielzeit zurückziehen. „Wir sind jetzt auch in allen Ehren feddich. Fix & Foxi, einfach durch“, sagen sie und versichern, mit Abdollahi und Oschatz „ideale Nachfolger gefunden“ zu haben. „Wir würden mal so sagen: Punktlandung.“

Fotocredit: Max Baier & Adrian Henning
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