Copy
View this email in your browser

Heute hat der Grosse Rat in Basel über die Klimagerechtigkeitsinitiative Basel 2030 verhandelt und somit über die Zukunftsfähigkeit und Enkeltauglichkeit der Stadt.

Die Initiative wird der Regierung zum Bericht übergeben. Die Regierung hat ab sofort ein halbes Jahr Zeit, um einen Gegenvorschlag auszuarbeitenmit konkreten Absenkpfaden für die Einflussbereiche des Kantons vorzulegen. „Wir begrüssen es, dass die Regierung den Auftrag für mehr Klimagerechtigkeit aus der Bevölkerung annimmt. So kann der ausgerufenen Klimanotstand endlich in die Tat umgesetzt werden“, sagt Anna Stahl, Mediensprechende von Basel 2030. „Diese Entscheidung ermöglicht einen öffentlichen Diskurs darüber, wie wir in dieser Stadt in einer klimagerechten Zukunft zusammenleben wollen.“ Nun appellieren wir an den Regierungsrat, eine solide und gerechte Umsetzung dieser wichtigen Initiative zu erarbeiten. Wir erhoffen uns, dass die “Klima-Loki” Beat Jans zusammen mit seinen Regierungsratskolleg*innen eine ganzheitliche Umsetzung inklusive der klimarelevanten Sektoren Bau, Verkehr und Finanzen präsentiert.

Was will Basel 2030 und wer steckt dahinter?

Die kantonale Verfassungsinitiative wurde im Mai 2020 von Menschen aus der Klimabewegung ersonnen und lanciert. Trotz pandemiebedingten Einschränkungen kamen  die benötigten Unterschriften innerhalb weniger Wochen zusammen. Ein breit aufgestelltes Komitee aus Wissenschaft, Kirche, Kultur und Politik sowie viele Organisationen und Einzelpersonen stellen sich hinter die Forderungen der Initiative. Die Initiative fordert die Treibhausgasemissionen innerhalb der Kantonsfläche auf eine sozial gerechte Art und Weise bis 2030 auf netto null zu senken.

1.5 Grad und Klimagerechtigkeit

Der bereits bestehende Vorsatz zu Nachhaltigkeit in der kantonalen Verfassung (§15) soll durch die Initiative um die Obergrenze  von 1.5 °C Grad Erderhitzung  und das Prinzip der Klimagerechtigkeit ergänzt werden. Damit wollen die Initiant*innen einerseits der Verfassung ein ambitionierteres und messbareres Ziel geben, andererseits das Verursacherprinzip der planetaren Krisen anerkennen. Denn heisser als +1.5 °C gegenüber der globalen vorindustriellen Durchschnittstemperatur darf es nicht werden, damit die schlimmsten Folgen einer ungebremsten Klimakatastrophe verhindert werden können. 

Lebensbejahende Vision

Basel hat die Gelegenheit sich als fortschrittliche Metropole und als Vorbild für andere Städte in Europa und der Welt zu beweisen. Mit der Umsetzung der Initiative sind die Voraussetzung für fortschrittliches und verantwortungsvolles Handeln gegeben. Die Menschen hinter Basel 2030 formulieren mit ihren Zielen eine lebensbejahende Vision für die Stadt: begrünte Plätze, regionale Wirtschaftskreisläufe, eine Mobilität, die den Menschen Luft und Raum lässt und innovative Ansätze in allen Lebensbereichen. „Es haben sich bereits viele lokale Gruppen in den Quartieren und über berufliche Gemeinsamkeiten gebildet. Diese Menschen arbeiten bereits jetzt jeden Tag an der Umsetzung der Initiative, weil sie das Potenzial für ein besseres Leben erkannt haben“, sagt Tonja Zürcher, BastA!-Grossrätin und Mitglied des Initiativkomitees.

Der Initiativtext (https://www.basel2030.ch/die-initiative#2)

Das Initiativkomitee (https://www.basel2030.ch/wir)

 
Medienkontakt:

Anna Stahl, Tel. +41 76 683 3269

Email: medien@basel2030.ch

www.basel2030.ch

Twitter
Facebook
Website